Paulas Nachrichten

Paula gefällt der bunte Vogel gut

10.10.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich einfach mal spazieren gewatschelt. Das tut gut. Dann schaue ich mich auch in den Nachbardörfern um. Dabei habe ich einen Kollegen vom Andreas getroffen. Von dem habe ich euch letzte Woche schon erzählt. Ihr wisst schon: Der war in China. Er war ganz aufgeregt: „Hallo, Paula“, hat er geschnattert, äh, gesagt, „komm’ mal schnell mit! Ich muss dir was in meinem Garten zeigen!“

„In deinem Garten?“, habe ich zurückgeschnattert, „Hast du dir eine schöne Blume aus China mitgebracht?“

Er hat mit dem Kopf geschüttelt: „Nein, nein. Keine Blume! Einen Vogel!“

„Was?“, habe ich jetzt noch mehr geschnattert. „Du hast einen Vogel aus China mitgebracht?“

Jetzt hat er die Augen verdreht. So macht das der Andreas auch immer – wenn ihn etwas nervt. „Neee, Paula, in meinem Garten sitzt ein ganz bunter Vogel. Aber den habe ich nicht aus China mitgebracht. Das darf man doch gar nicht! Der ist einfach in meinen Garten gewatschelt, äh, stolziert. Schau’ ihn dir mal an! Aber verjage ihn nicht!“

Ich wollte ihn natürlich nicht vertreiben. Aber ich war selbstverständlich sehr, sehr neugierig. So gehört sich das ja auch für eine brave Zeitungsente. Also habe ich mich gaaaaaanz vorsichtig in den Garten geschlichen. Schritt für Schritt. Das war schwer. Denn das Laub hat geraschelt. Ich habe mich hinter einem Baum versteckt und geflüstert: „Heeee, sei mal nicht so faul! Du kannst ruhig wieder mal dein Laub zusammenfegen. Sonst raschelt das so arg!“

Er hat zurückgezischt: „Pssst, Paula, dein Gequatsche ist viel lauter als das Geraschel. Sei leise, sonst haut er ab!“

Dann war ich aber von ganz alleine still. Denn ich habe den Vogel gesehen. Der war wunderschön! Er hatte an der Brust leuchtend rote Federn. Und dann waren da noch blaue. Dunkelblaue. Und hellere. Und am Hals orangene. Und schwarze. Auf dem Kopf hatte er ganz glänzende gelbe Federn. Die waren fast schon golden. Der sah richtig stolz aus!

Ich habe wieder geflüstert: „Der weiß bestimmt, wie schön er ist! Der hat schon einmal in einen Spiegel geguckt. So stolziert nur ein stolzer Pfau!“

Den Spruch „Stolz wie ein Pfau“ habe ich nämlich schon einmal vom Andreas gehört. Ich habe mir gedacht: „Gut, dass ich mir das gemerkt habe!“

Der Kollege vom Andreas hat aber wieder mit dem Kopf geschüttelt: „Nein, nein, Paula. Das ist kein Pfau. Auch wenn er so stolz aussieht. Das ist ein Fasan. Und zwar ein Goldfasan.“

„Ah“, habe ich gemeint, „der heißt ja auch zu Recht Goldfasan. Der glänzt ja richtig wie Gold.“

„Stimmt“, hat der Kollege vom Andreas gesagt. „Deshalb heißt der Goldfasan so. Der ist echt ein besonderer Vogel. Eigentlich kommt der nur in China vor.“

„Was?“, habe ich leise zischend geschnattert, „In China? Dann hast du den armen Vogel doch in deinem Koffer aus China mitgebracht?“

„So ein Blödsinn!“, hat er mit mir geschimpft. „Natürlich nicht! Das habe ich dir schon gesagt. In China kommt er in der Natur so vor. Hier bei uns wird er von Menschen gezüchtet. Da ist er hier bestimmt irgendwo abgehauen.“

„Ah“, habe ich gemeint, „die züchten den, weil er so schön ist.“

„Ja“, hat der Kollege geantwortet. „Und die Natur macht die Männchen von den Vögeln so schön, weil er dann den Weibchen auffällt und die mit ihm Kinder machen möchten. Und seine Fasanenkumpels können durch die leuchtenden Farben sehen: ,Das hier ist sein Gebiet! Da gehen wir nicht hin.‘“

Der Goldfasan ist dann einfach wieder abgehauen. Ich fand das mit den leuchtenden verschiedenen Farben ganz schön clever. Ich habe mir dann zum Kollegen vom Andreas gesagt: „Der ist so schön bunt. Und ich bin nur schwarz-weiß. Schade!“

Aber er war lieb zu mir und hat gesagt: „Aber Paula! Du bist doch auch schön bunt mit deinen orangenen Füßen und deinem orangenen Schnabel. Und außerdem ist das bei dir wie bei den Fasanen auch: Du hast ein Zeitungsgefieder, damit jeder sehen kann: ,Schaut her! Das ist eine Zeitungsente!‘“

Das stimmt ja auch wirklich, gell, liebe Kinder? Eure Paula

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