Paulas Nachrichten

Paula freut sich schon auf die Vorfreude

31.10.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Ihr werdet bestimmt sagen: „Schon wieder, Paula! Du watschelst ja immer zum Andreas in die Redaktion!“

Da habt ihr natürlich völlig recht, liebe Kinder! Aber das gehört einfach zu meinem Job dazu. So ist das halt! Ihr watschelt, äh, geht, in den Kindergarten oder in die Schule – und ich watschele eben schön brav in die Redaktion.

Also, so bin ich auch diese Woche zum Andreas gekommen. Und der saß an seinem Schreibtisch und hatte etwas ganz Seltsames vor sich liegen: Einen schwarzen Karton mit lauter Türchen und goldenen Zahlen darauf. Das sah aus wie ein Adventskalender.

Also habe ich zum Andreas gesagt: „Äh, hallo, äh, was soll das denn sein?“ Denn ist ja noch gar nicht Weihnachtszeit.

Der Andreas hat mich ganz schief angeguckt und gemeint: „Hallo, liebe Zeitungsente! Na, wie sieht das denn aus? Wie eine Mondrakete? Nee? Also, dann ist das ein Adventskalender!“

Ich war ein bisschen beleidigt. Denn der Andreas hat mit mir wie mit einer doofen Ente gesprochen. Und gar nicht wie mit seiner lieben, fleißigen, schlauen Zeitungsente. Deshalb habe ich ihn angeschnattert: „Das sehe ich doch selber! Das ist natürlich keine Mondrakete. Und ein Salatkopf ist das auch nicht. Und ich sehe auch: Das sieht aus wie ein Adventskalender. Aber was willst du denn mitten im Oktober damit? So ganz ohne Weihnachtszeit!“

Jetzt hat der Andreas ganz lieb gelächelt und gesagt: „Na ja, Paula, mitten im Oktober ist ja nicht mehr. Es ist ja schon ganz schön Ende Oktober. Und dann sind es von heute an nur noch, äh, warte einmal, ich muss rechnen, hm, grummelgrummel, ja, genau acht Wochen bis Weihnachten! Tja, und du weißt ja, Paula, vorher fängt die Adventszeit an. Das ist schon in viereinhalb Wochen! Und dafür hat man dann den Kalender. Dann kann man die Tage bis Weihnachten zählen. Da kann man sich richtig darauf freuen. Denn Vorfreude ist die schönste Freude!“

„Ah“, habe ich gemeint, „und deshalb guckst du dir den Kalender jetzt schon immer an. Dann freust du dich so richtig auf die Vorfreude, oder wie?“

Der Andreas musste lachen: „Das stimmt schon, Paula! Der liegt jetzt hier auf meinem Schreibtisch – und so weiß ich: Bald kann ich das erste Türchen aufmachen!“

Ich musste so ein bisschen mit meinem schönen, runden Entenköpflein wackeln. Denn schließlich ist der Andreas ja kein kleines Kind mehr. Aber manchmal ist er noch so drauf wie eines. Aber das ist ja eigentlich auch ganz süß.

Er hat das meinem Blick irgendwie angesehen: „Ja, ja, das ist ein bisschen kindisch, ich weiß. Aber das mit dem Kalender hat noch einen ganz anderen Grund. Ich erkläre dir das: Ich kenne eine Schriftstellerin. Die hat ein Buch über einen geheimnisvollen Adventskalender geschrieben. Jetzt hat sie eine Geschichte für unsere jungen Leser und deine Fans geschrieben, Paula. Die können dann die Geschichte weiterschreiben. Wir drucken die schönste Geschichte ab und die Kinder können auch noch etwas gewinnen. Außerdem bekommt jeder Mitschreiber so einen schönen schwarzen Adventskalender! Was hältst du davon, Paula?“

„Das ist eine gute Idee, das machen wir!“, habe ich ganz aufgeregt geschnattert. „Dann können wir all die Geschichten von den Kindern lesen! Hm, meinst du, ich könnte auch so einen Kalender bekommen?“

„Natürlich, Paula, dann vergisst du auch nie, welcher Tag es ist! Dafür ist der Kalender ja auch da!“, hat der Andreas gesagt.

„Ach so“, habe ich mir überlegt, „dann ist Kalender bestimmt auch ein Wort von den alten Römern und das heißt auf Deutsch ,Tagzähler‘! Oder? Ich bin doch eine schlaue Zeitungsente, gell?“

Der Andreas musste wieder lachen. Und dann hat er gesagt: „Beinahe hast du recht, schlaue Zeitungsente! ,Kalender‘ ist wirklich ein Römerwort. Das kommt vom Wort ,calare‘, und das heißt so viel wie ,ausrufen‘. Denn die alten Römer haben immer den ersten Tag des Monats laut ausrufen lassen. Da mussten nämlich alle immer ihre Schulden zurückzahlen. Deshalb hießen die Tage dann ,calendae‘. Und die standen dann alle im ,Calendarium‘. Daraus wurde dann unser schönes, gutes Wort Kalender.“

„Ach so“, habe ich gesagt, „dann werde ich auf jeden Fall mit meinem Kalender immer nicht nur an Weihnachten, sondern auch an die Geschichten der Kinder erinnert. Hoffentlich kommen viele! Auf die freue ich mich schon. Denn Vorfreude ist ja die schönste Freude, gell?“ Eure Paula

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