Paulas Nachrichten

Paula freut sich auf die Adventszeit

29.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

gestern habe ich mal beim Andreas in der Redaktion vorbeigeschaut. Am Eingang hat einer den Weihnachtsbaum aufgebaut und einen Stern aufgesteckt. Das fand ich schon ein bisschen komisch. Ich bin also weiter hoch zum Andreas gewatschelt und habe zu ihm gesagt: „He, was ist denn bei euch los? Heute ist doch noch gar nicht Weihnachten! Draußen scheint richtig schön die Sonne. Und die großen Ferien sind noch gar nicht so lange her.“

Der Andreas hat gelacht. „Ja, Paula, das kommt einem in diesem Jahr ein bisschen komisch vor. Die großen Ferien waren sehr spät. Da liegen zwischen Sommerferien und Weihnachten gerade mal drei Monate. Aber draußen ist es doch richtig kalt. Die ersten Weihnachtsmärkte beginnen. Tja, und am Sonntag ist der erste Advent. Da kann man schon ein bisschen schmücken.“

„Stimmt“, habe ich freudig geschnattert. „Dann geht ja jetzt die Zeit mit den Kalendern los! Super! Und hinter jedem Türchen wartet ein Stück leckere Schokolade. Hm! Und wenn alle aufgegessen sind, ist Weihnachten! Dann gibt’s Geschenke! Gut, dass wir darüber reden! Dann kannst du am Ende nicht sagen: ,Oh je, ich habe ganz ein Geschenk für die Paula vergessen!‘“

„Aber Paula“, hat der Andreas geantwortet und eine Augenbraue ganz kritisch nach oben gezogen, „die Adventszeit ist doch die Zeit der Besinnlichkeit. Da kann man ganz in Ruhe einmal nachdenken!“

„Na klar“, habe ich weiter geschnattert, „dann besinn’ dich mal und denke nach, was du mir schenkst!“

Der Andreas hat mich dann ganz lieb in den Arm genommen und gemeint: „Also, pass’ mal auf: Natürlich werde ich dir was zu Weihnachten schenken. Aber man sollte zur Weihnachtszeit nicht nur an die Geschenke denken. Also, schon auch ein bisschen. Man will ja seinen Lieben eine Freude machen. Damit kann man ihnen ja zeigen: ,Ich habe dich lieb!‘ Das ist schon in Ordnung. Aber Advent heißt ja schon etwas anderes.“

Der Andreas hat meine großen fragenden Entenäuglein gesehen und gleich weitergeredet: „Hast du das vergessen? ,Advent‘ ist doch ein Römerwort, also ein lateinisches Wort. Das heißt so viel wie ,Ankunft‘. Die Christen meinen damit die Ankunft von Jesus Christus. Seine Geburt wird doch an Weihnachten gefeiert.“

„Ah ja“, habe ich gemeint, „und die alten Römer waren alle Christen, oder was?“

„Nein, nein, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „die waren eigentlich gar keine Christen. Bei denen hatte vor ganz langer Zeit das Wort ,Advent‘ eine andere Bedeutung. Die meinten damit den Besuch von ihrem Kaiser zum Beispiel. Die haben außerdem an viele verschiedene Götter geglaubt. Für die hatten die Tempel. Das war so etwas wie die Kirchen bei uns heute. Da haben sie sich dann vorgestellt, dass ihre Götter in den Tempel kommen. Erst später sind die Römer auch Christen geworden. Und die Christen haben das Wort ,Advent‘ übernommen und meinen damit die Ankunft von Jesus.“

„Ach so“, habe ich geantwortet, „haben sich die Römer dann auch das mit der leckeren Schokolade und den leckeren Plätzchen überlegt?“

Der Andreas musste lachen. „Nein, nein, Paula. Früher war die Adventszeit sogar eine Fastenzeit. So wie die Zeit vor Ostern. Da hat man weniger essen sollen. Und man sollte auch keine Feste feiern und nicht tanzen. Die Menschen sollten sich richtig auf die Ankunft von Jesus vorbereiten und ihre nicht so guten Taten büßen. Das war noch sehr früh in der Geschichte der Christen. Da ging der Advent auch schon am 11. November los. Das ist der Festtag des heiligen Martin. An seinem Ehrentag wird ja oft heute noch eine Gans gegessen. Die Martinsgans! Äh, oh, na ja . . .“

Der Andreas hat ein bisschen gestottert. Er weiß ja: Das mit den gegessenen Gänsen mag ich als Ente gar nicht!

Er hat dann deshalb auch ganz schnell weitergeredet: „Also, äh, das hat man ja geändert. Tja, und jetzt ist die Adventszeit eigentlich eine fröhliche Zeit! Und man darf auch essen was man will. Also das mit der Ente, äh, na ja, du kannst ruhig Plätzchen und Schokolade essen!“

„Genau“, habe ich geschnattert. „Das mache ich auch! Und du solltest da auch mitmachen!“

„Na gut“, hat der Andreas gesagt, „dann besuche mich doch mal zu Hause. Meine Frau hat schon gebacken. Es gibt ein paar Weihnachtsplätzchen und eine schöne Tasse heißen Tee!“

Das hat mich gefreut. Und ich habe gesagt: „Das ist in Ordnung. Dann spüre ich auch so richtig: Bald ist Weihnachten! Egal wie die Sonne scheint oder wie kurz die Sommerferien erst vorbei sind! Ich werde dich wirklich besuchen. Und lass’ wirklich bitte ein paar Plätzchen übrig!“ Eure Paula

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