Paulas Nachrichten

Paula findet die Krippe toll

24.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

diese Woche bin ich zum Andreas gekommen. Ich habe ihn nicht gesehen, aber gehört. Der Krach ist aus dem Keller gekommen. Also bin ich mal runter gewatschelt. „He, was ist denn hier los?“, habe ich in den Keller rein gerufen.

„Ach, hallo, Paula“, hat er geantwortet, „kein Problem, ich will nur endlich die Krippe haben!“

Ich habe das nicht kapiert. „Was? Du willst die Grippe haben? Das will doch niemand! Niemand will krank sein!“

Der Andreas hat gelacht: „Aber Paula! Ich meine doch die Krippe mit K, die Weihnachtskrippe! Und nicht die Grippe mit G, die Krankheit!“

„So, und was ist dann diese tolle Krippe mit K?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat mir das dann erklärt: „Mit einer Krippe wird meistens die Geburt von Jesus Christus dargestellt. Da gibt es schöne Figuren und Häuschen und so.“

„Schön“, habe ich gesagt. „Aber warum heißt das Krippe?“

„Ganz einfach“, hat der Andreas gemeint. „Weil Maria und Josef das Jesuskind nach seiner Geburt in eine Krippe gelegt haben. In einer Krippe ist normalerweise das Essen für die Tiere drin. Sie hatten keinen anderen Platz für das Baby. Deshalb haben sie es da rein gelegt. Und weil das Jesuskind in dieser Krippe meistens im Mittelpunkt steht, nennt man diese ganzen Szenen einfach Krippen. Wir haben auch eine ganz kleine und einfache Krippe. Ah, da ist sie ja!“

Tatsächlich hat er eine Schachtel rausgekramt. Darin waren kleine Holzfiguren und ein kleiner Stall mit einem Stern oben drauf.

„Die ist aber schön“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat sich gefreut. Und dann hat er gesagt: „Ja, die ist richtig süß, gell? Es gibt in Nürtingen aber eine ganz tolle Krippe. Eine richtig große Krippe. Die baut ein netter Mann jedes Jahr auf. Der Mann heißt Giuseppe di Lieto. Der hat eine sogenannte neapolitanische Krippe aufgebaut. Er kommt nämlich aus der Gegend von Neapel. Das ist eine Stadt im Süden von Italien. Bei diesen Krippen werden echte Dörfer nachgebaut. Der Giuseppe di Lieto hat drei Dörfer aus seiner Heimat nachgebaut. Bei den neapolitanischen Krippen sind auch die Gesichter der Menschen sehr schön. Die sehen oft alle ganz anders aus. Wie richtige Menschen.“

„Das hört sich toll an“, habe ich gemeint. „Schön, dass sich die Menschen so Mühe geben mit solchen Krippen. Warum tun die das?“

„Das ist eine alte Tradition. Es gehört einfach zu Weihnachten. Schon zur Zeit der Ritter hat man solche Krippen aufgebaut. Früher konnten nicht alle Menschen lesen. Eigentlich konnten die wenigsten lesen. Und mit solchen Krippen konnte man ihnen ganz leicht die Weihnachtsgeschichte nahebringen. Da tauchen dann ja oft auch noch die Heiligen Drei Könige auf. Und dann kann man zeigen, dass das Christuskind ganz normal, eher arm auf die Welt kam, und nicht als prunkvoller König. Und natürlich haben die Kinder viel Freude an den prächtigen Krippen. Dir gefällt das sicher auch, oder, Paula?“

„Klar“, habe ich dem Andreas recht gegeben. Und ich habe ihn gefragt: „Du, Andreas, meinst du, ich kann mir auch mal die Krippe von Giuseppe di Lieto angucken?“

Der Andreas hat mit „Ja“ geantwortet. Und er hat mir den Weg erklärt. Dann bin ich gleich hingewatschelt. Ich durfte mir die Krippe dann gleich anschauen. Und ihr, liebe Kinder, dürft euch die Krippe ab Sonntag, 27. Dezember, anschauen. Bis zum 2. Februar kann man Giuseppe di Lieto und seine Krippe jeden Samstag und Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr besuchen. Man kann auch zu anderen Zeiten kommen, aber dann muss man vorher anrufen. Seine Telefonnummer ist (0 70 22) 3 13 81. Ihr findet ihn in Nürtingen in der Eberhardstraße 6.

Übrigens hat Giuseppe di Lieto auch eine kleine Kasse bei seiner Krippe stehen. Da kann man etwas für die Aktion „Licht der Hoffnung“ spenden. Damit sammelt unsere Zeitung für Menschen, die ganz dringend Hilfe und Unterstützung brauchen. Das finde ich toll! Eure Paula

Paulas Nachrichten

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