Paulas Nachrichten

Paula findet die Faschingsziege komisch

10.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich wiedermal in die Redaktion gewatschelt – und stellt euch vor: Der Andreas war endlich wieder einmal da! Er war echt lange im Urlaub gewesen, der Gauner!

Ich habe mich gefreut. Deshalb wollte ich auch erstmal gar nicht mit ihm schimpfen. Ich habe gesagt: „He, Andreas, schön dass du wieder da bist!“

„Ja, meine liebe Paula! Das Vergnügen ist ganz meinerseits! Ich habe dich schon vermisst! Du solltest mal mitkommen!“, hat er gesagt.

Aber ich habe gemeint: „Ja, du hast mir auch gefehlt! Aber du weißt doch: Ich bleibe lieber daheim bei den Kindern. Das Reisen ist nicht so mein Ding! Daheim ist es auch viel sicherer!“

Der Andreas hat mit dem Kopf genickt. „Ist schon klar, Paula“, hat er gemeint. Und er hat noch gesagt: „Wir haben unterwegs aber gut auf uns aufgepasst. Da passiert einem dann auch nichts. Wir haben auch wirklich tolle Sachen erlebt in Kanada!“

„Ah, du warst in Kanada! Dann warst du diesmal gar nicht in Amerika“, habe ich gesagt.

Der Andreas musste lächeln. Dann hat er geantwortet: „Ja, na ja, eigentlich doch. Also: Amerika ist ja eigentlich kein Land. Amerika ist ja ein Erdteil wie Europa. Der besteht aus Nord- und Südamerika. Ich bin eigentlich immer in Nordamerika unterwegs. Meistens in den USA. Das sind die ,Juneitet Steits of Amerika‘. Das schreibt man auf Englisch so: ,United States of America‘. Auf Deutsch heißt das ,Vereinigte Staaten von Amerika‘. Da war ich diesmal nur eine Woche. Den Rest des Urlaubs war ich eben in Kanada. Das ist ein sehr großes Land nördlich von den USA. Da hat es viele hohe Berge. Und tolle Seen. Und ein wildes Meer. Und Regenwald. Ja, und viele tolle Tiere! Schau’ mal, ich habe da ein paar Bilder!“

Mit den Worten hat er auf seinen Computerbildschirm gezeigt. Und da ist dann gleich ein Bild erschienen. Das erste sah komisch aus. Ich habe geschnattert: „He, was ist denn das für ein irrer Typ mit der Maske! Die feiern in Kanada also auch Fasching! Mitten im Sommer! Zum Glück bin ich zu Hause geblieben. Du weißt doch: Ich mag die Faschingstypen nicht so. Die machen immer Krach und Blödsinn!“

Der Andreas hat mich ganz groß angeguckt. Ihr wisst schon: Wie ein großes Auto. Dann hat er auf das Bild geschaut. Und dann wieder auf mich. Und wieder auf das Bild. Und wieder auf mich. Und dann hat er losgelacht. Er hat gesagt: „Aber Paula! Du meinst wegen der Hörner, den Ohren und dem Bart! Das ist doch kein Typ mit einer Maske. Das ist doch eine Rocki Maunten Goat.“

„Rockiwasdings? Das klingt aber schon nach Fasching! Die Narren haben hier auch so komische Namen!“, habe ich geschnattert.

Der Andreas hat noch ein bisschen gelächelt. Dann hat er weiter erzählt: „Das schreibt man so: ,Rocky Mountain Goat‘. Die Rocky Mountains sind das Gebirge dort drüben. Das heißt auf Deutsch einfach ,Felsengebirge‘. ,Goat‘ heißt Ziege. Das ist also ein Bergziege. Aber auf Deutsch nennt man die Schneeziege.“

„Ah, ich verstehe“, habe ich gesagt, „weil die so ein schneeweißes Fell hat!“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „eher weil die so hoch oben in den Bergen lebt. Meistens sind die über 3000 Meter unterwegs. So hoch ist der höchste Berg von Deutschland. Dort hat es immer irgendwo Schnee. Auch wenn die hier auf dem Bild mal etwas tiefer im Grünen sitzt und vespert. Die essen ja nur Pflanzen.“

„Ach, wie ich! Das sind ja mal nette Tiere“, habe ich gemeint.

Und der Andreas hat weiter berichtet: „Ja, die kommen bis auf 5000 Meter hoch. So hohe Berge hat es bei uns hier lange nicht. Die können richtig schnell klettern. Die klettern drei-, viermal so schnell wie ein guter Bergwanderer. Auch wenn es ganz steil ist.“

„Ja“, habe ich gemeint, „wenn die nur Pflanzen essen, sind die ja auch nicht so schwer wie ein Menschenwanderer, der Fleisch und Wurst isst.“

„Von wegen“, hat der Andreas gelacht, „die wiegen mehr als ich. Die Männchen kommen auf bis zu 80 Kilogramm!“

„Glaube ich. Der mit seinem Bart und den Hörnern sieht kräftig aus“, habe ich gemeint und auf das Bild geguckt.

Der Andreas musste wieder lachen. Er hat gemeint: „Ja, aber das auf dem Bild kann auch ein Weibchen sein. Die haben nämlich auch einen Bart und Hörner. Die Weibchen können auch richtig kämpfen. Denn manchmal wollen Pumas, Bären oder Wölfe ihre Kinder fressen. Dann verjagen sie die mit ihrer ganz eigenen Art des Kämpfens.“

„Ah, das finde ich toll. Weiß du, vor so Bären und so hätte ich am meisten Angst dort. Dann kann ich ja doch mal mit so einer Faschingsziege verreisen. Die passt dann auf mich auf!“ Eure Paula

Paulas Nachrichten

Milch gibt’s nur mit Bademantel!

WULFTEN (dpa). Lycka braucht die Flasche. Denn das kleine Rentier hat seine Mutter verloren. Sie starb kurz nach Lyckas Geburt. Deswegen gibt ihm Barbara Küppers Ersatzmilch. Das funktioniert aber nur mit einem Trick: Lycka trinkt nur, wenn Barbara Küppers einen gelben Bademantel…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten