Paulas Nachrichten

Paula feiert auch Hanami

05.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

wir hatten zwar keinen richtigen Winter. Das ist schade. Aber dafür gibt es jetzt einen tollen Frühling. Deshalb war ich in dieser Woche schon richtig gut gelaunt. Der Andreas auch. Ich war spazieren. Ich bin einfach ein bisschen in der Gegend herumgewatschelt. Da habe ich ihn direkt vor der Redaktion getroffen. Wir haben beide mit der Sonne um die Wette gelacht.

Dann ist noch sein Kollege dazu gekommen. Und zwar der mit dem großen Fotoapparat. Der war auf dem Weg zu seinem Auto. Der Andreas hat zu ihm gesagt: „Na, gehst du zum schwäbischen Hanami?“

Er hat geantwortet: „Klar!“ Und dabei hat er genauso mit der Sonne um die Wette gestrahlt wie der Andreas und ich.

Das hat mich völlig geschockt. Ich habe das letzte Wort nämlich nicht richtig verstanden. Er hat irgendetwas mit „-nami“ hinten gesagt. Da ist mir nur ein Wort eingefallen. Ich habe losgeschnattert: „Was? Tsunami? Und das nehmt ihr so locker? Und was soll das mit dem schwäbischen Tsunami? Ist das eine Flutwelle vom Neckar?“

Der Andreas und sein Kollege haben sich zuerst ganz still angeschaut. Dann haben sie losgelacht. Ganz arg. Die wären beinahe geplatzt vor lachen. „Was gibt es denn da zu lachen? Das geht ja gar nicht!“, habe ich weitergeschnattert.

Die beiden haben dann endlich aufgehört zu lachen. Der Andreas hat zu mir gesagt: „Ist ja schon gut, Paula! Wir haben doch gar nicht von einem Tsunami geredet. So eine Flutwelle mit Sturm wäre ja wirklich schlimm. Aber die wird es hier nie geben. Die gibt es nur an Meeren. Unser lieber Neckar kriegt das zum Glück nicht hin. Wir haben von etwas anderem geredet. Von Hanami. Das schreibt man H-a-n-a-m-i. Das ist ein japanisches Wort. Übersetzt heißt es so viel wie ,Blüten angucken‘. Das machen die Japaner im Frühling sehr gerne wenn die Kirschenbäume blühen. Dann machen die sogar große Feste.“

Das hatte ich jetzt wieder nicht alles verstanden. Ich habe ganz kleinlaut gemeint: „Wie? Japan? Der kann doch aber nicht nach Japan fahren, mit dem Auto? Nur um ein Bild zu machen. Oder? Äh . . .“

Der Andreas hat gelächelt: „Nein, natürlich nicht. Wir sind ja eine lokale Zeitung. Wir berichten hier über Nürtingen und die Gegend. Deshalb sprechen wir ja auch vom schwäbischen Hanami. Auf unseren Wiesen gibt es auch viele Kirschbäume. Und die blühen jetzt. Hier bei uns gibt es auch Vereine, die das feiern.“

„Na gut“, habe ich gemeint, „aber das Wort Hanami passt trotzdem nicht so gut zu uns Schwaben.“

Der Andreas hat geantwortet: „Tja, das kann ja sein. Aber weißt du was? Die japanischen Kirschbäume sind nur zur Zierde da. Die sind halt einfach eine Weile schön. Früchte haben die keine. Aber die schwäbischen Kirschbäume, da wachsen bald richtig tolle, leckere Kirschen. Und zwar im Juni. Und die Blüten sind jetzt trotzdem sehr schön. Fahr’ doch einfach mit unserem Fotografen ins Neuffener Tal und schau’ dir das mal an!“

Das habe ich dann auch gemacht. Die Kirschbäume sind wirklich wunderschön. Und wisst ihr was, liebe Kinder? Ich habe mir fest vorgenommen: Wenn die Bäume im Juni Früchte tragen, komme ich wieder! Mjam! Eure Paula

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