Paulas Nachrichten

Ohne Pelz in der Kälte – Tiere in der Winterstarre

22.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

An Tümpeln und Teichen ist gerade nicht viel los. Von Fröschen, Kröten und auch Schlangen zum Beispiel fehlt im Winter meist jede Spur. Das liegt daran, dass sie einen besonderen Trick gegen Kälte anwenden.

Brrr, ist das draußen eisig. Wenn du jetzt ohne Handschuhe rausgehst, tun dir die Finger schnell weh vor Kälte. Und ohne Jacke bibberst du vermutlich am ganzen Körper. Aber Einmummeln und Herumtoben hilft meist. Die Tiere draußen können sich aber nicht in dicke Klamotten packen. Einige haben auch kein warmes Fell, sondern nur nackte Haut. Und sie können sich auch nicht durch Bewegung warm halten. Zum Beispiel Schlangen, Fische, Kröten und Frösche. Sie haben einen anderen Trick, um Kälte zu überstehen. Der Körper dieser Tiere passt sich dem Wetter draußen an. Er wechselt seine Temperatur. Bei Hitze steigt sie, bei Kälte sinkt sie. Fachleute sprechen deshalb auch von wechselwarmen Tieren. „Die fallen im Winter in die Winterstarre“, sagt der Tierexperte Julian Heiermann. Wenn es also im Herbst langsam kälter wird draußen, dann sinkt auch die Körpertemperatur von wechselwarmen Tieren. „Sie werden immer langsamer und steifer und suchen sich ein geeignetes Versteck“, sagt der Fachmann. Viele wechselwarme Tiere vergraben sich in Laubhaufen oder unter Laubschichten. Daher sollte man in seinem Garten immer ein Eckchen Laub übrig lassen. Dann können die Tiere einen Unterschlupf für ihr Dauernickerchen finden, rät der Fachmann. Wenn das Laub verrottet, gibt es ein wenig Wärme ab. Und der Frost dringt nicht so schnell in das Versteck ein. Einige wechselwarme Tiere buddeln sich deshalb auch in die Erde ein. Und sie tun das, damit kein Vogel sie findet und auf seine Speisekarte setzt! Manche Vögel futtern nämlich gerne mal so eine Kröte.

Die Tiere in der Winterstarre dagegen brauchen während dieser Zeit kein Futter. „Sie atmen langsamer, teilweise fast gar nicht, sie bewegen sich nicht, und ihr Herz schlägt auch viel langsamer“, sagt Heiermann. Daher verbrauchen sie auch weniger Energie und benötigen weniger Nahrung und Sauerstoff. Erst wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird, tauen die Schlangen, Kröten und Frösche nach und nach wieder auf. Das Herz schlägt schneller. Sie atmen häufiger. Und sie bewegen sich langsam – in die Sonne.

Wenn es kälter wird, sinkt die Körpertemperatur von wechselwarmen Tieren. Foto: Patrick Pleul

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