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Neugierig oder ängstlich?

14.05.2016, Von Sabine Maurer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Elefanten werden im Zoo ganz genau beobachtet

Tamo ist ein Afrikanischer Elefant. Er lebt in einem Zoo in Hessen. Dort muss er auch in die Schule. Aber viel lieber spielt er mit dem Ball oder frisst. Eine Wissenschaftlerin schaut ihm dabei zu.

Diese Elefanten-Herde kann man in den buntesten Farben ausmalen. Grafik: K. Losacker

KRONBERG (dpa) - Tamo ist acht Jahre alt und schlau. Er weiß genau, wie er an Leckereien kommt. Der Elefant stellt sich einfach vor die Besucher und hält seinen langen Rüssel steil nach oben. Das sieht lustig aus.

Das finden auch die Kinder, die hinter einem sicheren Zaun auf einer Anhöhe stehen. Sie werfen Mohrrüben in das Gehege im Opel-Zoo in der Stadt Kronberg im Taunus. Die liegt im Bundesland Hessen. Dort lebt Tamo gemeinsam mit zwei Elefantenkühen. Er nimmt eine Rübe mit seinem langen Rüssel und steckt sie in sein Maul.

„Er ist auch ein sehr neugieriges Tier“, weiß Susan Hambrecht. Sie ist Biologin und forscht im Zoo darüber, welche Eigenschaften die Elefanten haben. Sie schreibt auf, ob die Elefanten zum Beispiel eher neugierig oder sehr ängstlich sind. Solche Informationen sollen unter anderem helfen, wenn ein Elefant in einen anderen Zoo umziehen soll, erklärt Susan Hambrecht. Dann weiß man etwa, ob er zu den Elefanten passt, die dort schon leben.

Dazu beobachtet sie auch Tamo stundenlang. Sie legt ihm neue Gegenstände ins Gehege, wie etwa Bälle oder Plastikfässer. Dann schaut sie, was er macht. Tamo scheint das spannend zu finden. „Er geht immer sehr schnell hin“, sagt die Wissenschaftlerin.

Auch beim Unterricht guckt sie dem riesigen Tier zu. Dabei bringen ihm seine Pfleger etwa bei, einen Fuß durch eine Klappe zu stecken. Das wird auch gemacht, damit die Elefanten sich an Berührungen gewöhnen. Falls zum Beispiel der Tierarzt kommt. Susan Hambrecht weiß, dass Tamo aber manchmal keine Lust auf Unterricht hat. Einmal ist er zum Beispiel liegen geblieben.

Der Unterricht dauert jeden Tag 20 Minuten. Wenn Tamo etwas gut macht, bekommt er Leckerlis. Wenn nicht, dann beachten die Pfleger ihn nicht. Das kann der junge Bulle gar nicht leiden.

Wenn Elefanten noch Kinder sind, spielen sie miteinander. Sie laufen um die Wette oder schubsen sich ein bisschen. Außerdem lieben sie es, unbekannte Sachen mit ihrem langen Rüssel zu untersuchen. Viele Elefantenkinder finden Bälle ganz toll! „Sie versuchen auch, die Bälle zu treten“, hat der Elefantenkenner Harald Schwammer beobachtet. Er ist der stellvertretende Direktor im Zoo der Stadt Wien in Österreich. In seinem Zoo leben sieben Elefanten. Dabei sind vor allem die Jungs sehr forsch, weiß der Experte. Sie probierten mehr aus als die Mädchen, außerdem gäben sie gern an. Das macht auch Tamo – auch wenn er nun schon ein Jugendlicher ist. Er ist jetzt 2,40 Meter groß. Er wird aber noch wachsen. Afrikanische Elefanten können etwa vier Meter hoch werden.

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