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Neue Hunde heißen Schnoodle und Papipoo

21.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Labradoodle, Schnoodle, Papipoo und Jackapoo. Manche Hundetypen haben komische Namen. Das liegt daran, dass sie sogenannte Designer Dogs (gesprochen: Diseiner Dogs) sind. Das ist Englisch und bedeutet in etwa, dass der Hund extra entworfen oder ausgedacht ist.

„Eigentlich sind es ja auch Mischlinge“, meint Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen in Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Denn diese Vierbeiner sind in der Regel eine Mischung aus zwei Rassen: Die Mutter ist zum Beispiel ein Beagle, der Vater ein Mops. Und das Baby wird dann ein Puggle.

Im Gegensatz zu vielen normalen Mischlingen, wo die Eltern eher keine klare Abstammung haben, sind ihre Eltern reinrassige Tiere. Außerdem werden sie nicht zufällig gezeugt, sondern gezielt gezüchtet. Die Züchter wollen, dass die Welpen die besten Eigenschaften ihrer Eltern kriegen, also zum Beispiel besonders gut aussehen.

Designer-Hunde gibt es schon viele Jahrzehnte. Sie wurden anfangs nicht so genannt, sondern – wenig nett – als Möchtegern-Rassen bezeichnet.

Zu den frühen Typen gehörten Cockapoos, das ist eine Kreuzung zwischen Cocker Spaniel und Pudel. Außerdem gibt’s die Nachkömmlinge von Pekinesen und Pudeln: Sie heißen Pekeapoos.

Richtig bekannt wurden Designer-Hunde aber erst im Laufe der Zeit. Etwa ein Hund mit dem lustigen Namen Labradoodle. Er wurde zuerst in Australien gezüchtet, erzählen manche. Er sollte so clever wie ein Labrador sein und das Fell eines Pudels haben, erzählt Udo Kopernik. Damit sollte er als Blindenhund für Menschen gut geeignet sein, die eine Allergie gegen Hundehaare haben.

Viele Leute wollten dann einen Hund mit einem solchen lustigen Namen. Heute wird er in vielen Ländern gezüchtet.

Es wurden noch viel mehr Designer-Hunde entwickelt. Sie sind vor allem in den USA sehr begehrt. Denn dort gilt es als chic, einen Designer-Hund zu haben. Für die Mode-Hunde muss man oft viel Geld bezahlen. Manchmal kosten sie sogar mehr als ihre reinrassigen Eltern, erzählt Fachmann Kopernik. Das bedeutet, dass für einen Misch-Welpen zum Beispiel 700 bis 1500 Euro gezahlt werden müssen. Und das, wo andere Mischlings-Hunde manchmal verschenkt werden oder ganz günstig zu haben sind.

Lustige Namen für Misch-Hunde

Es gibt viele Designer-Hunde. Hier kommen einige Beschreibungen:

Papipoo: Er stammt von einem besonderen Zwergspaniel – dem Papillon – und dem Pudel ab. Ein Papipoo ist so klein, dass er sogar in einer Tasche getragen werden kann. Meistens hat er schwärzliches oder rötliches Fell. Das Fell ist nicht ganz kurz und muss oft gebürstet werden.

Chiweenie: Mit seinen Ohren sieht er ein bisschen aus wie eine Fledermaus. Er ist klein und oft quirlig. Die Vorfahren vom Chiweenie sind der Chihuahua und der Dachshund. Er ist gerne unterwegs und gilt als Kinderfan.

Cockapoo: Diesen Hundetyp gibt es wohl schon seit etwa 50 Jahren. Ein Cockapoo ist ursprünglich die Mischung aus einem Cocker Spaniel und einem Pudel. Ihr Vorteil: Die Tiere verlieren nicht so viele Haare wie andere Hunde. Den Cockapoo gibt es in vielen Größen und Farben.

Goldendoodle: Dieser große Hund mit dem lockigen Fell ist oft zu Späßen aufgelegt. Er lernt meist schnell und braucht viel Bewegung. So liebt er es, Stöckchen zu holen. Er ist eine Kreuzung aus einem Golden Retriever und einem Pudel.

Jackapoo: Dieser Mischhund aus Jack Russell Terrier und Pudel weiß oft, was er will. Zwar ist er klein. Doch manchmal scheint er sich eher wie ein Löwe zu fühlen. Das und seine Quirligkeit machen das Zusammenleben mit einem Jackapoo manchmal etwas anstrengend.

Schnoodle: Ein Schnoodle sieht aus wie ein rennendes Wollknäuel in Schwarz, Weiß oder ganz Hellorange. Diese Mischung aus Schnauzer und Pudel ist gerne unterwegs. Vorsicht, wenn einem Schnoodle langweilig wird: Dann beschäftigt er sich selbst – und dabei ist er sehr ideenreich.

Foto: Etwa sechs Wochen alte Cockapoo-Welpen. Privatfoto (www.labradoodlezuechter.de)

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