Paulas Nachrichten

Neue Apfelsorten erst nach vielen Jahren im Laden

25.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fleißige Erfinder gibt es nicht nur im Labor oder in einer Werkstatt. Auch Bauern tüfteln immer mal wieder. Zum Beispiel wenn sie eine neue Apfelsorte entwickeln wollen. „Der Geschmack der Verbraucher ändert sich mit der Zeit“, erklärte eine Expertin auf der Grünen Woche in Berlin. Das ist eine Messe zum Thema Landwirtschaft und Ernährung.

Im Moment seien rote, süße Äpfel sehr beliebt. Woher sie das weiß? „Um die Wünsche der Kunden kennenzulernen, werden Umfragen gemacht.“ Wenn Apfelbauern dann eine neue Sorte entwickeln wollen, bedeutet das sehr viel Arbeit. Zwischen 10 und 30 Jahre, schätzte die Fachfrau.

Denn für eine neue Apfelsorte muss viel probiert werden. Man kann abwarten, bis auf natürlichem Weg eine neue Sorte entsteht. Dazu müssten zum Beispiel Bienen mit den Pollen von einem Baum die Blüten eines Baums von einer anderen Sorte bestäuben. Weil das sehr lange dauert, helfen Landwirte oft nach. Wenn dann ein Baum Früchte einer bisher unbekannten Sorte trägt, kann der Ast mit einer besonderen Methode abgeschnitten und auf einen anderen Baum gesetzt werden. Das nennt man pfropfen. Nach und nach wachsen dann viele Bäume mit der neuen Apfelsorte heran. „Es dauert mehrere Jahre, bis genug Pflanzen da sind“, sagte die Expertin. Denn der Anbau muss sich ja lohnen. Erst wenn genug Äpfel geerntet werden, kann der Verkauf im Laden beginnen. Spätestens dann bekommt die neue Sorte auch einen Namen. Aber längst nicht jeder Apfel schafft es in den Supermarkt, wie die Fachfrau erklärte: „Er muss die richtige Größe, die richtige Farbe und den richtigen Zuckergehalt haben.“ Das wird bei einzelnen Äpfeln einer Ernte getestet.

Eine Frau hält auf der Grünen Woche in Berlin mehrere Äpfel in der Hand. Foto: Robert Schlesinger

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