Paulas Nachrichten

Natur im Juli: Hochbetrieb an den Tankstellen für Insekten

02.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Juli geht es heiß her in der Natur. Der Monat ist ein Höhepunkt für fast alle Tierarten. Der Nachwuchs wird noch gefüttert oder lernt, sich zu Wasser, zu Lande und in der Luft zu behaupten. Von Blumen und Gräsern purzeln Samen auf den Boden. Das ist die Saat für das nächste Jahr.

Ein Star füttert einen Jungvogel. Im Juli müssen die Vogel-Eltern noch viel Insekten-Nahrung in die hungrigen Mäuler stopfen. Foto: Harro Müller

BLUMEN: Viele Wiesen, Wegränder und Waldränder sind quietschbunt. Akelei, Roter Fingerhut, Türkenbund, Margerite, Kornblume, Springkraut oder Lichtnelken stehen in vollem Wuchs. Wie kleine Leuchttürme ragen die hohen Stängel des Wiesen-Bärenklaus heraus. Sie werden etwa bis zu 1,50 Meter hoch. Auch der Wiesenkerbel wächst hoch und sieht mit seinen großen weißen Blüten wie ein Blumenstrauß aus.

INSEKTEN: Die Pflanzen, die Nektar und Öle produzieren, sind stark besuchte Tankstellen für Insekten aller Art. Falter, Wespen, Bienen, Käfer, Ameisen und Asseln finden Futter satt. Und mit lautem Geigen, Schwirren und Zirpen legt das Orchester der Heuschrecken los. Ihren Gesang erzeugen sie, indem sie die Vorderflügel aneinander reiben. Oder indem sie in schnellem Takt mit den Hinterbeinen über die Flügel streichen.

VÖGEL: Bei vielen Vögeln geht es hektisch zu. Die Jungen wachsen schnell und reißen ständig hungrig die Schnäbel auf. Einige, wie die Amsel, brüten zum zweiten Mal. Andere lernen schon Fliegen und Fische zu fangen. Nanu, wie sieht denn die Ente jetzt aus? Die schillernde Farbenpracht der Vogelmänner ist verblasst. Die Tiere sind in der Mauser und werfen die abgenutzten Federn ab. Mit dem neu nachwachsenden Federkleid können sie dann wieder gut fliegen.

GEWÄSSER: Auf Seen und Teichen leuchten Teichrose, Flutender Hahnenfuß, Wasser-Knöterich und Wasserlinsen. Überall flitzen Wasserläufer über das Wasser. Unter der Wasseroberfläche glotzen unbeeindruckt Karpfen und Barsche auf die vorbeihuschenden Rückenschwimmer und Schwimmkäfer.

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