Paulas Nachrichten

Nachtaktiven Tieren auf der Spur

22.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stockfinster, pechschwarz, völlig duster . . . Nachts sehen wir ohne Mondlicht oder Taschenlampe manchmal nicht mal unsere eigene Hand vor den Augen. Manche Tiere werden dann erst wach und suchen nach Futter. Doch wie finden sie sich zurecht?

Wenn sich Dunkelheit über die Erde senkt und die meisten Menschen gähnend Richtung Bett marschieren, werden einige Tiere erst richtig munter. Sie sind nachtaktiv und gehen jetzt auf die Jagd. Wie aber funktioniert das im Dunkeln? Wie orientieren sie sich ohne Licht? Gar kein Problem! Nachtaktive Tiere kommen nachts prima zurecht. Ihre Augen und Ohren, der Tastsinn und Geruchssinn sind an ein Leben in der Dunkelheit perfekt angepasst.

Das Gehör zum Beispiel ist für viele nachtaktive Tiere wichtiger als die Augen. Manche verlassen sich sogar fast ganz darauf, zum Beispiel die Fledermäuse. Sie senden dazu in regelmäßigen Abständen Ultraschallrufe aus. Die Schallwellen dieser Rufe werden von Hindernissen in der Umgebung zurückgeworfen und die Fledermäuse lauschen aufs Echo. So können viele Fledermäuse nicht nur einen Baum von einem Insekt unterscheiden, sondern sogar eine Mücke von einem Nachtfalter!

Fledermäuse sehen also sozusagen mit den Ohren. Auch Eulen haben ein supergutes Gehör, das ihnen bei der Jagd hilft. Es verrät ihnen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt und wie weit das Geräusch entfernt ist. Sie können sogar Mäuse hören, die unter einer Laubschicht entlangtrippeln.

Im Dunkeln ist auch der Tastsinn plötzlich viel wichtiger als tagsüber. Das hast du vielleicht selbst schon gemerkt, als du dich im Dunkeln zum nächsten Lichtschalter getastet hast. Viele Tiere haben spezielle Tasthaare. Katzen zum Beispiel tragen diese Haare an der Schnauze, über den Augen und an den Vorderbeinen. Die Tasthaare sind sehr empfindlich. Die Katze kann damit zum Beispiel spüren, ob ein Beutetier in der Nähe ist oder ob Hindernisse in ihrem Weg liegen.

Schließlich verlassen sich viele Tiere im Dunkeln auf ihre Nase. Sie erschnüffeln ihre Nahrung oder unterhalten sich über Duftbotschaften mit ihren Artgenossen. Rotfüchse zum Beispiel haben einen ausgezeichneten Geruchssinn, der ihnen auch beim Jagen hilft.

Das Gehör zum Beispiel ist für viele nachtaktive Tiere wichtiger als die Augen. Manche verlassen sich sogar fast ganz darauf, zum Beispiel die Fledermäuse. Foto: Dietmar Nill/Max-Planck-Institut

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