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Nachricht von der Storchenreise

08.10.2016, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit kleinen Sendern kann verfolgt werden, wo die Tiere sich aufhalten und wie lange

Nächstes Jahr soll es so weit sein: Eine Rakete soll starten und eine spezielle Antenne ins All zur Internationalen Raumstation bringen. Mit ihrer Hilfe wollen Forscher Wanderungen von Tieren beobachten.

Der Storch bekam einen Sender. Foto: Max-Planck-Institut für Ornithologie Radolfzell

Was ist da bloß bei den Weißstörchen los? Wenn es bei uns langsam Herbst wird, machen sich die Tiere auf den Weg Richtung Süden, nach Afrika. Dort verbringen die Tiere den Winter. Manche Störche kommen dort aber nicht an, viele weitere gehen in Afrika verloren.

Forscher vermuten, dass die Tiere unterwegs sterben oder in ihrem Winterquartier. „Doch warum das so ist, wo und wann das passiert, darüber können wir nur rätseln“, erklärt Martin Wikelski. Er ist Fachmann für Vögel und arbeitet in der Stadt Radolfzell am Bodensee. Zusammen mit anderen Forschern tüftelt Martin Wikelski an einem riesigen Projekt. Es trägt die Abkürzung Icarus. Damit wollen die Forscher unter anderem dem Storch-Rätsel auf die Spur kommen.

Eine Antenne im Weltraum

Dazu soll nächstes Jahr eine Rakete ins Weltall starten. An Bord werden nicht nur Astronauten sein, sondern auch eine spezielle Antenne. Sie soll an der Außenseite der Internationalen Raumstation ISS festgemacht werden. Mit Hilfe der Antenne wollen die Forscher zum Beispiel die Weißstörche beobachten und kleine Tiere wie Amseln. Einige Tiere tragen einen kleinen Sender auf dem Rücken. Man nennt die Sender auch Tags (gesprochen: tägs). Diese Tags sammeln jede Menge Daten. Zum Beispiel darüber, wo sich die Vögel gerade befinden oder wie schnell sie unterwegs sind. Die Tags schicken die gesammelten Daten zur Antenne im Weltall. Von dort werden sie später zu einem Computer in Deutschland weitergeleitet.

Vögel, Land- und Wassertiere

Aber nicht nur Störche und Amseln sollen so einen Sender tragen, sondern auch Tausende andere Tiere: etwa Löwen, Wasserschildkröten, Ziegen oder Fledermäuse. Einige Tierarten haben Wissenschaftler schon untersucht und gezeigt, dass das mit den Sendern funktioniert. Nun wollen sie rund um die Welt Daten sammeln.

„Einerseits wollen wir auf diese Weise die Wanderungen der Tiere beobachten“, erklärt Martin Wikelski. So können die Experten mehr über das Verhalten der Tiere herausfinden – und sie vielleicht besser schützen, zum Beispiel vor Wilderei. „Andererseits können uns die Tiere dabei helfen, die Welt besser zu verstehen“, sagt der Experte.

Viele Tiere sind zum Beispiel sehr sensibel. Sie spüren vermutlich, wenn ein Erdbeben oder ein Vulkan-Ausbruch droht – und zwar schon Stunden, bevor es passiert. In dieser Zeit bringen sich die Tiere in Sicherheit. Das könnten wir Menschen ausnutzen: Wir könnten die Tiere beobachten und als eine Art Frühwarnsystem benutzen.

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