Paulas Nachrichten

Münzen sind für Fälscher harte Nüsse

18.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Geldfälscher-Bande geschnappt!“, „Falschgeld im Umlauf!“: Solche oder ähnliche Meldungen liest man immer mal wieder. Meist ist dann die Rede von Geldscheinen, die gefälscht wurden. Seltener machen Betrüger Münzen nach. Das liegt vor allem daran, dass das Fälschen von Münzen schwierig ist – viel schwieriger als unechte Geldscheine herzustellen.

Zwei-Euro-Münzen glänzen in der Staatlichen Münze in Berlin Foto: Tim Brakemeier, dpa

Ein Fachmann erklärt: Erst einmal müsste man sich das Metall für die Münzen beschaffen. Für 1-Euro- und 2-Euro-Stücke braucht man sogar zwei verschiedene Metalle – eines für den äußeren Ring und eines für die Mitte der Münze. Wenn du dir die Geldstücke mal anschaust, siehst du, dass 1-Euro-Münzen einen goldenen Rand und eine silberne Mitte haben. Bei den 2-Euro-Münzen ist es umgekehrt.

Dann brauchen die Betrüger noch eine Stanze, um die Geldstücke aus dem Metall herauszustanzen, erklärt der Fachmann weiter. Eine Prägemaschine darf auch nicht fehlen. Damit prägt man die typischen Bilder und Zahlen auf die Vorderseite und die Rückseite der Münze. Im Rand der Münze gibt es teilweise zusätzliche Zeichen. Das ist alles sehr kompliziert. Viele Geldfälscher werden davon abgeschreckt. In Deutschland werden deshalb immer weniger falsche Euro-Münzen gefunden. Das sagte die Bundesbank am Montag. Schafft es ein Münz-Fälscher allerdings doch, Münzen nachzumachen, schnappt ihn die Polizei nur schwer. Wenn jemand mal eine falsche Euro-Münze im Portemonnaie findet, kann er sich meist nicht mehr daran erinnern, wo die herkommt. Bei einem 50-Euro-Schein weiß man schon eher, ob es den im Supermarkt oder an der Tankstelle gab. Und solche Angaben braucht die Polizei, um den Fälschern auf die Spur zu kommen.

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