Paulas Nachrichten

Moore sind Paradiese für Tiere und Pflanzen

22.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nebel wabert über dem düsteren und schlammigen Boden. Niemand ist zu sehen. Es ist kalt, dunkel und unheimlich. So werden Moore oft in Krimis dargestellt. In Wahrheit sind sie aber gar nicht so gruselig und gefährlich für uns. Ganz im Gegenteil: Wir Menschen sind gefährlich für die Moore!

Früher haben Menschen nämlich viele Moore in Deutschland kaputt gemacht, weil sie dort Torf abbauten. Heute wissen wir, was für wertvolle Lebensräume Moore sind. Und aus den Mooren, die noch übrig sind, wird bei uns viel weniger Torf gewonnen. So eine spannende Landschaft ist zum Beispiel das Dosenmoor bei Neumünster im Norden Deutschlands. „Seit 1981 steht es unter Naturschutz“, sagt der Biologe Volker Hoffmann. Er führt Gruppen durch das Moor.

Auf dem Hauptweg sieht er oft Kreuzottern und Ringelnattern. Diese Schlangen sind nicht so gefährlich, wie oft erzählt wird. „Meistens flüchten sie schnell, wenn man näher kommt“, sagt der ehemalige Biologielehrer.

Über einen Holzweg geht es in das Moor hinein. Auch Anna war schon oft hier. „Ich finde die Eidechsen besonders toll“, sagt die Elfjährige. „Die liegen da auf dem Holz und sonnen sich. Wenn man still ist, kann man sie gut beobachten.“

Noch eine Besonderheit sind die Moorfrösche. „Das sind ganz ulkige Tierchen“, sagt Hoffmann. Sie wohnen die meiste Zeit im Jahr versteckt und unauffällig im Moor. Aber in der Paarungszeit im März werden sie laut: „Das Gequake klingt eigenartig. So, als würde man eine leere Flasche ins Wasser drücken. Dann blubbt das so heraus.“

Außer diesen lustigen Geräuschen hört man auch Insekten summen. „Das Schönste sind eigentlich die Libellen“, sagt der Moorführer. Im Mai fliegen diese Tiere zu Tausenden durch das Dosenmoor. „Wenn man helle Kleidung trägt und sich ruhig verhält, dann setzen die sich sogar auf den Menschen und gucken sich den dann mal an.“

Manchmal benehmen sich die Menschen im Moor auch ganz merkwürdig: Sie hüpfen herum! Auch Anna hüpft mit und merkt: „Alles schwabbelt herum, und die Pflanzen wackeln mit!“ Das liegt daran, dass das Moor wie ein riesiger Schwamm ist. Es besteht zum großen Teil aus Wasser.

Deshalb gibt es im Moor auch Stellen, an denen Menschen und Tiere einsacken können. „Wenn man nicht von den Wegen abkommt, ist es aber völlig ungefährlich“, sagt Hoffmann. Und übrigens: Im Dosenmoor wurden auch noch keine Moorleichen gefunden!

In einem Moor leben ganz unterschiedliche Tiere und Pflanzen.

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