Paulas Nachrichten

Mit Lenkbob oder Poporutscher

29.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was kann es im Winter Schöneres geben als zu rodeln? Zumindest wenn genug Schnee liegt und ein Rodelhang in der Nähe ist. Ob es dann auf einem Holzschlitten, einem Lenkrodel oder einer Plastiktüte bergab geht, ist eigentlich egal. Spaß macht es fast immer!

Janick und Mareck wechseln sich immer wieder ab. Sie sind auf einer Rodelpiste in Eschach bei Kempten in Bayern unterwegs. Und sie haben einen Holzschlitten und einen Lenkrodel aus Kunststoff dabei. Damit toben sie sich auf dem Hang aus und fahren um die Wette.

„Der Schlitten ist auf der Piste schneller“, findet der elf Jahre alte Janick. „Dafür ist der Bob besser, wenn der Schnee noch nicht so glatt gefahren ist.“ Mareck fährt am liebsten mit dem Lenkrodel, weil der zwei Bremsen und ein Lenkrad hat, mit dem man die Kufen bewegen kann. „Das macht mehr Spaß, als sich nur auf den Schlitten zu setzen und mit den Füßen zu lenken und zu bremsen.“ Der Lenkrodel hat allerdings auch Nachteile, findet der Neunjährige. „Wenn die Bahn vereist ist, funktioniert die Bremse nicht. Dann muss man auch die Füße dazunehmen.“

Auf dem Rodelhang ist heute viel los. Schlitten und Bobs in allen möglichen Formen und Farben sieht man bergab sausen. Antonia kann gar nicht genug kriegen. Immer wieder schnappt sie sich ihren knallroten Bob und rennt damit den Hang hoch. Oben angekommen, hüpft sie in die bunte Kunststoffschale und saust mit lautem Juchzen bergab.

„Das macht voll Spaß“, sagt Antonia. Dass die Neunjährige mit ihrem Bob manchmal umkippt, wenn sie über einen kleinen Schneehaufen fährt, macht ihr nichts aus. „Man fällt ja weich. Hier liegt doch überall Schnee.“

Die sieben Jahre alte Emilia ist auch mit dabei. „Der Bob ist schneller. Aber ich finde den Poporutscher lustiger, weil man damit tolle Tricks machen kann“, sagt sie.

Poporutscher nennt sie ihren flachen Sitzteller aus Kunststoff, der vorne einen Haltegriff hat. Richtig bequem scheint er nicht zu sein. Denn immer wieder rutscht Emilia seitlich runter oder dreht sich und fährt danach rückwärts den Berg hinab. Als sie unten ankommt, ist nicht nur ihr Skianzug, sondern auch das ganze Gesicht voller Schnee. Emilia ist trotzdem begeistert.

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