Paulas Nachrichten

„Mit Knoten kann man eine Menge machen.“

10.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Als achtjähriger Junge mochte Gunnar Czimczik sie gar nicht: Knoten. Zu kompliziert und irgendwie konnte er sie sich einfach nicht merken. Czimczik ist Pfadfinder seit mehr als 30 Jahren und Knoten knüpfen gehört zum Alltag eines Pfadfinders. Den dpa-Nachrichten für Kinder erzählte er, warum er Knoten toll findet und welcher sein Lieblingsknoten ist.

Trompetenknoten: Der Trompetenknoten ist ein Verkürzungsknoten. Das macht man zum nachträglichen Verkürzen von bereits festgemachten Leinen.

Was kann man mit Knoten machen?

„Oh, mit Knoten kann man eine Menge machen. Zum Beispiel befestigen Pfadfinder ihre Zelte nie mit Nägeln, sondern immer mit Knoten. Und wenn wir am Lagerfeuer kochen wollen, brauchen wir für unseren Kochtopf ein Dreibein. Das stellen wir selber her. Dazu binden wir drei dünne Baumstämme oben zusammen. Der Knoten nennt sich dann Dreibund. Das Dreibein stellen wir über dem Lagerfeuer auf und hängen unseren Kochtopf dran.“

Wozu sind Knoten noch gut?

„Mit einem langen Seil kann man zum Beispiel den Rucksack, den Schlafsack und die Isomatte gut zusammenbinden und festschnüren.“

Welcher Knoten ist ihr Lieblingsknoten?

„Das ist der Kreuzknoten. Der sieht aus wie eine Acht. Der Kreuzknoten verbindet zwei gleichstarke Seile miteinander. Er hält gut und geht auch wieder einfach auseinander. Er wird etwa verwendet, um die aufgerollte Iso-Matte zusammenzuhalten. Er hilft aber auch, um aus zwei kürzeren Seilen ein längeres zu machen.“

Was mögen sie an Knoten?

„Dass man Dinge miteinander verknoten oder verbinden kann, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen. Dass man aus verschiedenen Sachen etwas ganz Neues, ein Ganzes machen kann. Wie im Fall von dem Dreibein.“

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