Paulas Nachrichten

Mit den Pflanzen hoch hinaus

02.02.2019, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Begrünte Häuser sind gut für das Klima in großen Städten

Pflanzen auf Feldern und in Beeten kennt jeder. Gärtner bepflanzen aber auch Wände und Zäune. Vor allem dort, wo wenig Platz ist. Das nennt man Vertical Gardening (ausgesprochen wörtikel gardening).

Vertikales Gärtnern funktioniert etwa mit einer Art Regal an der Wand. Foto: Philipp Brandstädter

BERLIN. Grün bewachsene Beete reichen bis weit in die Ferne. Blumentöpfe stehen in langen Reihen. Und in gläsernen Treibhäusern gedeihen junge Pflanzen auf riesigen Tischen. So sieht es in vielen Gärtnereien aus. Doch nicht überall haben Blumen, Kräuter und Gemüsesorten so viel Platz.

Einige Gärtner wollen deshalb mit ihren Pflanzen hoch hinaus. Sie betreiben Vertical Gardening (ausgesprochen wörtikel gardening). Das bedeutet: Die Leute pflanzen in die Höhe statt wie sonst in die Breite. Oder anders gesagt: vertikal statt horizontal.

Beim Vertical Gardening baumeln Blumentöpfe von Zimmerdecken, Gardinenstangen und Gittern. Pflanzenkästen türmen sich zu Hochbeeten. Und bepflanzte Kisten hängen wie Bilder im Rahmen an der Wand. „Vertikal zu bepflanzen ist eigentlich ganz leicht“, sagt Thomas Gessler. Er ist Experte für diese Form der Gärtnerei. Herr Gessler erklärt: „Es genügt ein Regal mit ein paar Filzmatten, um die Erde und die Pflanzen zu halten. Für alles Weitere ist nur noch ein bisschen Fantasie beim Anordnen der Pflanzen gefragt.“ Die hochkant gestalteten Pflanzen werden von Hand gegossen. Oder hinter dem Regal werden ein Schlauch oder Rohr und eine Wasserpumpe angebracht. So fließt Wasser von oben das begrünte Regal hinab. Das überschüssige Wasser wird unten in einem kleinen Becken gesammelt. Und wieder nach oben gepumpt.

Auf diese Weise lassen sich die eigenen vier Wände schön grün gestalten. Aber Vertical Gardening ist nicht nur hübsch anzusehen. Es könnte in Zukunft immer wichtiger für die Menschen werden. Denn die Pflanzen verbessern die Luft um uns herum. „Sie filtern Staub und andere Schadstoffe heraus, speichern Wärme und befeuchten die Luft“, sagt Herr Gessler. Das wird besonders in großen Städten immer wichtiger. Dort ist selten Platz für neue Parks und Gärten. Also könnte man stattdessen etwa Hausfassaden und ihre Dächer begrünen.

Farne, Moose, Efeutute, Wilder Wein und verschiedene Gräser verwenden Gärtner gern für den vertikalen Garten. Fachleute beachten dabei genau, ob die Pflanzen draußen oder drinnen wachsen sollen oder etwa in Bädern oder Wohnzimmern. Denn manche Gewächse sollen Feuchtigkeit aufnehmen, andere sollen sie abgeben. Die einen Pflanzen können bei angenehmen Temperaturen gedeihen. Andere müssen Frost aushalten.

„Sowohl die Wahl der Pflanzen als auch die Art der Bepflanzung muss man sich gut überlegen“, sagt Herr Gessler. Die Regale müssen fachgerecht befestigt sein, damit sie Wind und Wetter standhalten. Auch dürfen sie nicht zu nah an Wänden wachsen. Damit diese nicht feucht werden und schimmeln. Und man, völlig von Grünzeug umgeben, sich wirklich wohler fühlen kann.

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