Paulas Nachrichten

Mehr als nur ein Klappergerüst: das Skelett

25.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stell dir mal vor, man würde auf einen Schlag alle Knochen aus dem Körper eines Menschen wegzaubern. Was würde passieren? Wie ein schlaffes Handtuch würde der Körper in sich zusammensacken.

Keine schöne Vorstellung! Aber sie zeigt, warum wir überhaupt Knochen haben: Sie stützen den Körper, geben ihm Halt und tragen sein Gewicht. Das ist aber noch nicht alles. Die Knochen schützen unseren Körper auch vor Verletzungen, indem sie unsere inneren Organe wie ein Panzer umgeben. Mehr als 200 Knochen umfasst das menschliche Skelett.

Ganz genau kann man die Zahl der Knochen gar nicht angeben. Denn manche Knochen können bei einigen Menschen im Laufe des Lebens zusammenwachsen, bei anderen nicht. Das erklärt ein Experte von der Universität Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. So kann es dazu kommen, dass ein Mensch mehr Knochen hat als ein anderer. Allein in einem Fuß befinden sich rund 30 Knochen! Bei einem einzigen Schritt werden mehr als 50 Knochen in Bewegung gesetzt: in Fuß, Bein, Hüfte und Wirbelsäule. Aber beginnen wir am besten von oben und schauen uns das Knochengerüst mal etwas genauer an: Der Schädel besteht aus großen, harten Knochenplatten. Sie umgeben das empfindliche Gehirn und schützen es so vor Stößen, sagt der Fachmann. Fünf weitere Knochen formen das Gesicht. Alle Knochen im Schädel sind unbeweglich bis auf einen. Welcher das ist? Probier’s doch mal aus: Kannst du deinen Oberkiefer bewegen? Oder die Stirn? Das Nasenbein? Wohl eher nicht. Aber der Unterkiefer, der ist beweglich! Den nächsten Abschnitt des Knochengerüsts bildet das sogenannte Rumpfskelett. Es besteht aus der Wirbelsäule und dem Brustkorb mit den Rippen. Im Brustkorb verborgen liegen wichtige Organe wie das Herz und die Lunge. Dadurch sind auch sie vor Verletzungen geschützt. An dieses Rumpfskelett ist das Gliedmaßenskelett angehängt – das sind die Arme und Beine mit Händen und Füßen.

Wie halten nun diese ganzen Einzelteile zusammen, so ganz ohne Schrauben und Nägel? Dafür sorgen die Gelenke. Sie verbinden jeweils zwei, manchmal auch mehrere Knochen miteinander. Die sogenannten echten Gelenke sind beweglich, erklärt der Experte. Dazu gehören zum Beispiel das Ellenbogen-, das Hüft- oder das Kniegelenk. Sie ermöglichen es, dass wir unseren Körper beugen, drehen und in alle möglichen Richtungen bewegen können.

Eine Präparatorin richtet ein Skelett.

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