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Mangobäume am Weg – Mafèwè aus Benin erzählt

27.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mafèwè ist 13 Jahre alt und wohnt im Westen Afrikas, im Land Benin. Sie geht gern zur Schule. Auf ihrem Weg dorthin trifft sie auch Hühner, Ziegen und Schafe. Wenn sie nach Hause kommt, bereitet sie für ihre Familie das Essen zu.

Morgens schwingt sich Mafèwè auf ihr Fahrrad und radelt in die Schule. Doch vorher hat sie noch andere Aufgaben: „Ich stehe um sieben Uhr auf. Dann kehre ich den Hof, stelle Wasser in die Dusche und wasche das Geschirr.“

Mafèwè lebt in Djougou. Das ist eine Stadt in dem Land Benin in Westafrika. Das Mädchen heißt richtig: Mafèwè Manddiath Auriane Mamam. Die 13-Jährige wohnt mit ihrer Familie in einem Haus. Der Wasserhahn ist am Hofeingang. Wer Wasser braucht, holt es sich dort mit einem Eimer. Oder schöpft Wasser aus einem Brunnen.

Die Schule ist gar nicht weit entfernt. „Manchmal laufe ich auch“, sagt Mafèwè. Ihr Schulweg führt über Feldwege. Mafèwè kommt an Frauen vorbei, die Essen verkaufen, an großen Familienhäusern, vor denen Kinder spielen, und an einigen Mangobäumen. Sie wird auch von Motorrädern überholt, mit denen hier viele Leute fahren. Und zwischendrin laufen Tiere wie Hühner, Ziegen und Schafe umher.

Mafèwè geht gerne zur Schule. „Was ich mag, ist, dass wir hier viel beigebracht bekommen und uns die Lehrer alles gut erklären.“ Besonders gern mag sie Fächer, in denen es um Natur und Technik geht. Sie lernt auch daheim. „Ich möchte eine gute Schülerin sein.“

In der Schule haben alle Schüler eine Schuluniform an. Die Mädchen dürfen keine Kopftücher oder Haarbänder tragen. Und die Lehrer legen viel Wert auf Pünktlichkeit. „Wenn der Lehrer vor dir das Klassenzimmer betritt, schickt er dich zur Aufsicht.“ Die Aufsicht kann die Schüler bestrafen, indem sie schlechtere Noten fürs Benehmen verteilt. „Manchmal muss man aber auch zur Strafe das Unkraut auf dem Hof ausrupfen oder Klassenzimmer kehren“, erklärt Mafèwè.

„Wenn ich von der Schule heimkomme, koche ich oft für die ganze Familie“, berichtet das Mädchen. „Meine Brüder helfen mir auch, und ich bringe ihnen bei, wie man die Mahlzeiten zubereitet.“ Sie hat zwei jüngere Brüder. Es sind Zwillinge. Mafèwè isst gerne Nudeln oder Reis mit Soße. Obwohl in Benin oft scharf gekocht wird, lässt sie die scharfen Schoten lieber weg. Im Unterricht wird Französisch gesprochen. „Doch zu Hause sprechen wir neben Französisch auch die Lokalsprachen“, sagt Mafèwè. Mit ihrem Vater spricht sie Lokpa, mit ihrer Mutter Fon.

Mafèwè hat schon einen Plan, was sie später mal machen will. „Wenn ich mit der Schule fertig bin, möchte ich an die Universität nach Cotonou gehen. Ich möchte Medizin studieren und Ärztin oder Krankenschwester werden.“

Das Bild zeigt Mafèwè mit ihrem Vater, ihren Geschwistern und einer Cousine. Die Kinder haben alle etwas aus dem gleichen Stoff an. Eine Feier steht an und der Stoff wurde extra für die Kleidung der Kinder ausgesucht. Foto: Lea Richtmann

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