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„Man muss ein bisschen verrückt sein“

29.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sich Klettergerüste, Piratenschiffe und Rutschen ausdenken – und das als Beruf. Klasse. So einen tollen Job hat Mario Hampel.

Er leitet eine Spielgerätefirma, die vorher seinem Vater gehörte. Mario Hampel ist 40 Jahre alt und kommt aus Geeste in Niedersachsen. dpa-Nachrichten für Kinder hat er erzählt, dass in vielen Spielplätzen eine Geschichte steckt.

Wie wird man Spielplatzerfinder?

Man muss ein bisschen verrückt sein. Man braucht viel Fantasie und muss jeden Tag seine Träume mit einbringen. Bei mir war es so, dass ich als Kind bei meinem Vater in die Firma kam und all die riesigen Spielgeräte sah. Da wollte ich natürlich sofort draufklettern – durfte es aber nicht. Da habe ich mir gesagt: So etwas will ich später auch einmal machen.

Worüber muss man nachdenken, wenn man sich einen Spielplatz ausdenkt?

Was erst einmal am Anfang steht, ist die Frage, für wen das Spielgerät gemacht werden soll. Wird es ein Spielplatz für kleine Kinder oder für größere Kinder? Soll man schnell rauf- und runterklettern, oder soll man sich darin verstecken können? Meistens ist es so, dass man sich dann ein bestimmtes Thema überlegt und zu dem Thema eine Geschichte.

Was sind das für Geschichten und wie kommen Sie darauf?

Wir schauen uns oft Kinderbücher und Kinderfilme an. Wir haben zum Bei-spiel ein Piratenschiff gebaut, das die Geschichte erzählen sollte, dass es auf dem Spielplatz gestrandet ist. Also  haben  wir das Schiff in der Mitte auseinander gebrochen und es schon zum Teil im Sand versinken lassen.

Und wer macht alles mit, wenn es an die Spielplatzplanung geht?

Wir sitzen in einem Team zusammen. In diesem Team sind Landschaftsarchitekten, die sich die Umgebung angucken, in die der Spielplatz gebaut werden soll. Und Architekten, die wissen wie man ein Gerüst baut, ohne dass es zusammenfällt. Und Künstler, die alle Ideen aufzeichnen oder manchmal sogar Modelle bauen.

Fragen Sie auch mal Kinder?

Ab und zu setzen wir uns auch mit Kindern zusammen und planen mit ihnen ihren ganz persönlichen Spielplatz. An einer Schule haben wir die Schüler zum Beispiel ihren Wunschspielplatz aus Holzstäbchen und Karton zusammenkleben lassen. Das haben wir dann versucht umzusetzen.

Abenteuerspielplatz mit Piratenfloß . Foto: Laura Schneider-Mombaur

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