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Magellans Seereise ins Ungewisse

03.09.2016, Von Silke Fokken — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Seine Expedition lieferte den Beweis, dass die Erde eine Kugel ist

Die Reise war weit und gefährlich: Ferdinand Magellan startete vor rund 500 Jahren eine Seefahrt um die ganze Welt. Er fand neue Wege übers Meer – und riskierte sein Leben.

Illustrierte Karte mit Ferdinand Magellans Route um die Welt Grafik: K. Dengl

HAMBURG. Hunderte Kilogramm Zwieback, getrockneter Fisch, Käse, Öl und sogar einige lebendige Kühe! Diese Vorräte nahm der Seefahrer Ferdinand Magellan aus Portugal vor rund 500 Jahren mit an Bord. Das war im Sommer im Jahr 1519. Der Mann brach zu einem Abenteuer auf, das ihn später weltberühmt machen sollte.

Magellan wollte von Spanien aus einen neuen, kürzeren Weg zu den weit entfernten Gewürzinseln finden. Denn der Handel mit Gewürzen versprach großen Reichtum. Die Inseln – heute Molukken genannt – liegen im Pazifischen Ozean. Damals waren Menschen von Europa aus schon Richtung Osten dorthin gesegelt, aber nicht Richtung Westen. Dieser Weg war unerforscht und riskant.

Magellan hatte aber eine alte Seekarte entdeckt und vermutlich gestohlen. Diese deutete darauf hin, dass es den West-Weg geben könnte. Diesen Weg wollte der Seefahrer erforschen – als Erster. Deshalb hielt er die Karte lange geheim. Dann startete er seine Expedition: mit fünf Schiffen und mehr als 200 Seeleuten.

Zuerst ging es westwärts nach Südamerika. Denn irgendwo dort am unteren Ende des Kontinents vermutete Magellan eine Meerenge – eine Wasserstraße – zu den Gewürzinseln. Aber wo war die bloß? Viele Monate suchten Magellans Leute die Gegend ab. Aber erst im Herbst im Jahr 1520 entdeckten sie eher durch Zufall die Meerenge. Seitdem heißt sie „Magellanstraße“.

Um zu den Gewürzinseln zu kommen, mussten die Seeleute aber noch weiter segeln. Monatelang sollen sie nur Wind, Wellen und Wasser um sich gehabt haben. So wird es später zumindest berichtet. Die Reise dauerte viel länger als erwartet. Magellans alte Karte soll ziemlich ungenau gewesen sein.

Die Seeleute hatten schließlich kaum noch Nahrung an Bord. Es soll nur schimmeligen Zwieback gegeben haben. Aus Verzweiflung kochten die Männer auch Suppe aus Sägespänen oder Leder und aßen Rattenfleisch, heißt es in späteren Berichten. Viele wurden krank oder starben.

Erst nach langer Zeit erreichte Magellans Mannschaft Inseln. Dort konnten sie neue Vorräte an Bord nehmen. Es kam aber zum Streit mit den Einwohnern. Es gab brutale Kämpfe, in denen Magellan und einige seiner Leute ums Leben kamen.

Nach der langen Reise mit Gewalt, Hunger, Krankheit und Stürmen blieben schließlich nur wenige Männer übrig, um weiterzufahren: zu den Gewürzinseln. Und danach zurück nach Spanien. Nach fast drei Jahren kamen sie dort wieder an. Sie waren einmal um die Welt gesegelt!

Damit hatten sie auch den endgültigen Beweis dafür erbracht, dass die Erde eine Kugel ist. Das wussten viele Menschen damals noch nicht. Der Seefahrer Magellan war da zwar schon tot. Trotzdem ist er berühmt dafür, dass er die erste Weltumsegelung begonnen hatte.

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