Paulas Nachrichten

Mädchen basteln Solar-Zellen mit Hibiskustee

03.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie hängen oft auf Hausdächern und schimmern in der Sonne: Solar-Zellen. Sie fangen Sonnenlicht ein und machen daraus elektrische Energie.

Bislang sind Solar-Zellen aus Silizium weit verbreitet. Silizium ist ein chemisches Element. Es kommt in Sand, Steinen, Bergen und Felsen vor. Von alldem gibt es zwar mehr als genug. Einziger Nachteil ist aber: Die Herstellung einer Solar-Zelle aus Silizium ist ziemlich aufwendig und teuer.

Mittlerweile gibt es jedoch auch Solar-Zellen, die einfacher und billiger zu bauen sind. Für die verwendet man unter anderem Farbstoffe aus Pflanzen, wie die Expertin Inga Zeisberg verrät. Wie das funktioniert, zeigt sie gerade der 15-jährigen Schülerin Inga und deren Freundinnen.

Dafür bekommen die Neuntklässlerinnen verschiedene Materialien. Darunter ist eine Schale Hibiskustee. Wozu der Tee gut ist? Im roten Hibiskustee ist ein Farbstoff, der Licht aufnehmen kann. Mit anderen Hilfsmitteln kombiniert kann er Licht in elektrische Energie umwandeln. Die Mädchen tauchen daher eine kleine Glasplatte in den Tee. Dabei handelt es sich um ein besonderes Glas, das auf einer Seite eine spezielle Schicht hat. Die leitet Strom. Mit einigen Tricks gelingt es den Schülerinnen, dass der Farbstoff aus dem Tee darauf haften bleibt. Dann bereiten sie noch eine andere Glasplatte vor. Und legen die beiden Glasplatten mit den beschichteten Seiten nach innen aufeinander. Sie halten sie mit Klammern zusammen – fertig ist das kleine Solar-Kraftwerk. Aber ob die selbst gebastelten Zellen auch wirklich funktionieren? Die Mädchen schließen ein Messgerät an und leuchten mit einer Taschenlampe auf die Solar-Zelle. Und siehe da: Das Messgerät zeigt eine Spannung an, es fließt also Strom. Mit ihrer selbst gebastelten Solar-Zelle können Inga und ihren Freundinnen etwa 200 Millivolt Strom erzeugen. Um einen Taschenrechner mit Energie zu versorgen, reicht es aber nicht. Der braucht ein ganzes Volt. Also das Fünffache. Doch auch das ist kein Problem für die Schülerinnen: Sie verbinden einfach fünf Solar-Zellen miteinander. Das nennt man einen Schaltkreis. Dann schließen die Mädchen wieder ein Messgerät an und leuchten mit einer Taschenlampe auf die Solar-Zellen. Tatsächlich: Das Gerät zeigt mehr als ein Volt an. Damit funktioniert sogar ein Taschenrechner!

Die Neuntklässlerinnen nehmen an einem Technik-Workshop der Uni Münster teil. Ihre Solarzellen erzeugen genug Strom für einen Taschenrechner. Foto: Michael Billig

Paulas Nachrichten

Einmal schön gruseln, bitte

Die amerikanische Halloween-Tradition, im Oktober Kürbisse zum Herstellen von Fratzen zu nutzen, hat sich auch in Deutschland durchgesetzt

In der Nacht zum 1. November feiern viele Menschen Halloween. Woher kommt der Brauch? Einige Fachleute meinen:…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten