Paulas Nachrichten

Luis will Weltcup-Rennfahrer werden

08.12.2018, Von Aglaja Adam — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Seit seinem fünften Lebensjahr trainiert Luis, um Skirennfahrer zu werden

Wenn man zu den besten Skifahrern der Welt gehören will, muss man schon früh mit dem Sport anfangen. Luis Vogt ist auf der Piste, seit er fünf Jahre alt ist. Der Teenager gehört zu einer deutschen Nachwuchsauswahl und muss Sport und Schule unter einen Hut bekommen.

Luis Vogt steht in voller Ausrüstung in Garmisch-Partenkirchen auf einer Piste. Als Skifahrer muss Luis Vogt auch Koordination, Balance, Kraft und Ausdauer trainieren. Foto: Aglaja Adam

(dpa) Luis Vogt ist 16 Jahre alt und will Weltcup-Skirennfahrer werden. Er ist auf dem besten Weg: Der Elftklässler geht auf ein Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen und gehört zu einer deutschen Nachwuchsauswahl. Man sagt auch Nachwuchskader. Jedes Wochenende fährt er Rennen.

Seit wann fährst du Ski?

„Seit ich fünf Jahre alt bin. Meine Eltern fahren auch beide sehr gut Ski. Meine Mama kommt aus St. Moritz in der Schweiz. In den Ferien beim Opa bin ich dort früher jeden Tag gefahren. Und in Garmisch, wo ich aufgewachsen bin, war ich schnell im Skiclub.“

Wie sieht dein Alltag aus?

„Ich gehe ganz regelmäßig in die Schule, hab auch viermal nachmittags Unterricht. Danach gehe ich im Sommer zum Training in die Halle, fünfmal die Woche. Im Winter bin ich meist auf der Piste.“

Was ist, wenn du mal keine Lust auf Training hast?

Das ist nur eine Kopfsache, man muss sich denken, das wird schon ein cooler Tag. Da muss man sich vom Kopf her einstellen. Ein Sportpsychologe hat uns bei einem Vortrag mal Tipps gegeben.“

Wie geht das mit der Schule, wenn du unter der Woche bei Rennen bist?

„Da bin ich freigestellt. Aber die Lehrer schicken mir dann per E-Mail das ganze Unterrichtsmaterial, das ich verpasse. Das hole ich selbstständig nach. Ich bin recht gut in der Schule.“

Wie sieht dein Winter aus?

„Wenn man gesund ist, hat man eigentlich jedes Wochenende ein Rennen. Unter der Woche versuche ich, mich auf die Schule zu konzentrieren. Man muss sich auch erholen von den Rennen.“

Was ist deine Lieblingsdisziplin?

„Riesenslalom und dann fahre ich auch gerne Super-G. Ich mache alles, außer Abfahrt.“

Was war dein größter Erfolg?

„Ich bin Deutscher Meister geworden im Super-G im Februar. Deshalb bin ich dann auch in den Nachwuchskader gekommen.“

Was sind deine Ziele und Träume?

„Ich will im Weltcup fahren. Und wenn es nicht klappt mit Skifahren, dann würde ich gerne studieren. Da muss man sich schon Gedanken machen. Momentan bin ich voll fokussiert auf Skifahren.“

Wer ist dein Vorbild?

„Didier Cuche aus der Schweiz. Ich habe mal mit ihm geredet. Er ist sehr sympathisch und gelassen, reißt gute Sprüche und zeigt keine Nervosität. Ich habe ihn schon als Kind toll gefunden, seinen Fahrstil und wie er einige Male in Kitzbühel gewonnen hat, bei der wichtigsten Abfahrt der Welt.

Aktuell ist Marco Odermatt aus der Schweiz mein Vorbild. Er ist 21 Jahre alt, hat eine fantastische Entwicklung genommen und dieses Jahr den Sprung in den Weltcup geschafft.“

Was gefällt dir am Sportlerleben?

„Die Erfahrungen, die ich sammle. Letztes Jahr war ich in Schweden und Norwegen, das war schon richtig cool. Ich lerne viele Orte kennen, tolle Natur. Und ich mag natürlich auch die Action.“

Was magst du nicht so?

„Die langen Anreisen zu den Rennen und Trainingslehrgängen sind stressig. Auch das mit der Schule ist ein großer Aufwand.“

Paulas Nachrichten