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Leo steht zwischen den Pfosten und verhindert Tore Einen Elfmeter zu halten, ist für jeden Torwart das Größte

08.11.2014, Von Britta Kollenbroich — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Torhüter müssen Bälle parieren, die Abwehr dirigieren und immer den Überblick behalten. Für Leo ist es deshalb die tollste Position in einer Fußballmannschaft.

Was muss ein Torwart alles können? Grafik: R. Mühlenbruch

HAMBURG. Elf Meter trennen Leo von seinem Gegner. Leo steht zwischen Pfosten im Tor. Er atmet tief durch und beobachtet den anderen Fußballspieler ganz genau. Wo guckt er hin? Verrät sein Blick, in welche Ecke er den Ball gleich schießen wird? Ein Pfiff, dann geht es los. Der Gegner tritt kräftig gegen den Ball. Wenn sich Leo jetzt für die falsche Ecke entscheidet, ist der Ball im Tor.

Leo ist elf Jahre alt und Torwart. Seit fünfeinhalb Jahren spielt er Fußball, fast genauso lange auf der Position im Tor. In Hamburg gehört er zu den Besten in seinem Alter. Doch Elfmeter sind für ihn eine besondere Herausforderung: „Da ist ein enormer Druck auf dir, weil du versuchen musst, den Ball zu halten“, erklärt der Junge. Trotzdem macht es ihm viel Spaß, im Tor zu stehen.

Die Hauptaufgabe eines Torwarts ist natürlich: Tore verhindern, zum Beispiel mit Paraden. Doch Torhüter müssen noch viel mehr können. Sie müssen Ecken abfangen und den Ball abschlagen oder abwerfen. Damit all das im Spiel gut klappt, trainiert Leo zwischedurch mit einem Torwarttrainer. Der ist Experte für diese Position. „Meistens trainieren wir die Stellungen – also die Fangzone, die Kippzone und die Paradenzone“, erklärt Leo. Das hat damit zu tun, wie der Ball auf den Torwart zufliegt. Bei manchen Schüssen kippt Leo leicht nach vorn, um den Ball zu halten. Das nennt man die Kippzone. Dabei darf der Ball nicht zwischen seinen Beinen durchrollen.

„In der Paradenzone muss man richtig abspringen“, sagt Leo. Damit er sich danach beim Fallen nicht wehtut, übt er auch das richtige Abrollen. Zum Glück haben Torwarthosen und Trikots spezielle Polsterungen. Angst hat Leo trotzdem manchmal. Zum Beispiel, wenn ein Ball besonders hart geschossen wird. „Aber das ist normal“, sagt er.

Viel zu tun hat Leo auch, wenn gerade nichts vor seinem Tor passiert. Er muss nämlich ständig den Überblick behalten. „Ich geh dann aus dem Tor raus und dirigiere die Abwehr“, erklärt er. Wenn seine Mitspieler von den Gegnern bedrängt werden, ist Leo da. Damit sie den Ball zu ihm spielen können. Manchmal ist er also wie ein elfter Feldspieler.

Deshalb trainiert Leo nicht nur im Tor. Das Fußballspielen mit seiner Mannschaft steht ebenso auf dem Plan. Denn von guten Torhütern wird heute erwartet, dass sie gut kicken können.

Leo dribbelt und schießt im Training genauso gut wie seine Mitspieler. Natürlich übt er auch das Toreschießen: Zwei Elfmeter hat er schon verwandelt. Noch aufregender sind Elfmeter aber, wenn Leo selbst im Tor steht. Den schönsten Moment erlebte er beim Elfmeterschießen in einem Finale. Leo hielt den entscheidenden Ball – und seine Mannschaft gewann den Pokal.

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