Paulas Nachrichten

Laufen, schwimmen, klettern

02.07.2016, Von Lisa Krassuski — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Durch Muskeln können wir uns bewegen

Sie ziehen sich zusammen und werden gedehnt – und das viele, viele Male am Tag. Die Muskeln in unserem Körper arbeiten ständig. Durch sie können wir uns bewegen.

Der Fußballer sprintet über das Spielfeld. Er atmet schnell, sein Herz schlägt wie wild. Er bekommt den Ball, er blickt nach vorne, schießt – und Toooor!

Der Große Rückenmuskel wird bei Liegestützen angespannt. Auch für leichte Bewegungen wie das Binden einer Schürze braucht man den Großen Rückenmuskel. Fotos: Lisa Krassuski

Egal ob wir rennen, atmen, schauen, rufen, klatschen oder einen Ball ins Tor schießen: Bei all diesen Tätigkeiten benötigen wir unsere Muskulatur. „Wir brauchen Muskeln, damit wir uns bewegen können“, erklärt Hans-Joachim Appell Coriolano. Er ist Experte für Muskeln und Bewegungen. Er arbeitet als Professor an einer Sporthochschule.

Professor Hans-Joachim Appell Coriolano kennt sich mit Muskeln aus.

„Es gibt drei verschiedene Muskeltypen“, sagt der Fachmann. „Die Skelett-Muskulatur, die Herz-Muskulatur und die glatte Muskulatur.“ Zur Skelett-Muskulatur gehören alle Muskeln, die dafür sorgen, dass wir uns aktiv bewegen können. Also etwa die Arme heben, den Kopf drehen und den Rücken beugen können.

Auch das Herz ist ein Muskel

„Die Herz-Muskulatur ist dafür zuständig, dass unser Herz ein Leben lang schlägt“, erklärt der Experte. „Die glatte Muskulatur ist zum Beispiel in unseren Blutgefäßen und im Darm.“ Sie sorgt dafür, dass alles, was wir essen, durch Magen und Darm transportiert wird.

Die glatte Muskulatur und die Herz-Muskulatur arbeiten selbstständig. Wir können sie nicht steuern. Das Herz schlägt also ganz von allein.

Völlig anders ist das bei der Skelett-Muskulatur. Diese Muskeln können wir lenken. Wir können zum Beispiel steuern, ob wir den Ball in die linke oder in die rechte Ecke vom Tor schießen.

An solch einer Schussbewegung sind viele verschiedene Muskeln beteiligt. Wir müssen jedoch nicht jeden Muskel einzeln ansteuern, sondern wir nutzen Bewegungsprogramme.

Das Gehirn steuert die Bewegungen

Für jeden Ablauf einer Bewegung ist in unserem Gehirn ein bestimmtes Programm gespeichert. „Die Bewegungsprogramme müssen wir lernen und dann üben“, erklärt der Experte. „So wie ein Kind erst mal lernen und üben muss zu laufen.“

Damit wir uns bewegen können, braucht der Körper aber nicht nur Muskeln. Er benötigt auch Knochen, an denen die Muskeln mit Sehnen befestigt sind. Und Gelenke, die die einzelnen Knochen untereinander flexibel verbinden. „Die Muskeln haben die Fähigkeit, sich zusammenzuziehen. Sie können auch gedehnt werden. Damit werden die Gelenke bewegt“, sagt der Fachmann.

Außerdem muss jeder Muskel über Gefäße mit Blut versorgt werden. Nerven sorgen dafür, dass die Bewegungsbefehle vom Gehirn beim Muskel ankommen.

Jede Bewegung stärkt die Muskeln

Besonders gut geht es der Muskulatur übrigens, wenn wir uns bewegen und sie regelmäßig trainiert wird: zum Beispiel beim Spazierengehen, beim Arbeiten im Garten und beim Fußballspielen. Der Experte sagt: „Wenn man Muskeln nicht benutzt, bauen sie sich ab.“

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