Paulas Nachrichten

Korallen muss man schützen

07.02.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinsam sind wir stärker als einer allein – so etwas in der Art gilt auch für Korallen und Algen. Denn viele Steinkorallen sind mit Algen eine Symbiose eingegangen.

Symbiose leitet sich ab von zwei griechischen Wörtern: von „syn“, das bedeutet zusammen und von „bios“. Das steht für Leben. „Symbiose“ heißt daher so etwas wie „Zusammenleben“. Korallen und Algen haben also eine Partnerschaft, von der beide Lebewesen etwas haben.

Algen sind jedoch sehr empfindlich. Schon geringe Temperatur-Schwankungen bekommen ihnen nicht. Durch den Klimawandel hat sich das Meerwasser an vielen Orten aber so erwärmt, dass die Algen starben. Das Problem: Die Polypen, also der weiche Teil der Korallen, können oft nicht lange ohne Algen überleben. Zurück bleiben dann nur die weißen Kalkgerüste. Die wiederum können im Laufe der Zeit zerbrechen. Und dadurch verlieren auch die anderen Tiere, die in den Riffen leben, ihren Lebensraum. Die Klimaerwärmung ist allerdings nicht die einzige Gefahr für Korallenriffe. Auch der Mensch schadet ihnen in vielerlei Hinsicht: Zum Beispiel brechen Taucher Riff-Teile ab, die über Hunderte Jahre gewachsen sind. Und Fischer können die Riffe durch ihre Netze beschädigen. „Es ist wichtig, dass wir Menschen die Ozeane und somit auch Korallenriffe schützen“, sagt Korallenfachmann Helmut Schuhmacher. „Sterben die Korallen, so sterben auch viele andere Lebewesen. Und auch wir Menschen verlieren damit Nahrung und die natürlichen Schutzwälle vor den Küsten.“ Der Experte findet: Was über sehr lange Zeit entstanden ist, sollte der Mensch nicht in wenigen Jahrzehnten zerstören.

Korallen und ein Taucher Foto: Sabangan

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