Paulas Nachrichten

Könnte Jules Verne antworten

26.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Worüber würde er wohl so plaudern, wenn man Jules Verne heute gegenübersäße? Niemand wird es je herausfinden, denn der berühmte Schriftsteller starb vor mehr als 100 Jahren.

Bilder zeigen ihn mit Lachfältchen um die wachen Augen und einem grauen Vollbart. Man könnte sich vorstellen, wie er in einem großen Sessel sitzt, eine Zeitschrift über Astronomie durchblättert und dabei Pfeife raucht. Man würde sich zu ihm setzen und ihn fragen. Und er würde so antworten:

Herr Verne, haben Sie ein bisschen Zeit? Wir würden uns gern mit Ihnen unterhalten. Auch wenn das eigentlich gar nicht geht, denn Sie sind ja schon längst tot.

„Ich weiß, ich weiß. Ich hätte gern länger gelebt. Ich hatte so viele Ideen im Kopf und Geschichten in der Schublade, die noch nicht fertig waren. Mein Sohn hat danach viele davon vollendet und veröffentlicht. “

Sie haben sich ja wirklich viele fantastische Dinge ausgedacht . . .

„Papperlapapp, ausgedacht! Ich war doch kein Träumer, der sich irgendwas zusammenspinnt. Berge von Fakten und Infos habe ich zusammengetragen, und dann habe ich alles zusammengefügt wie ein Puzzle und überlegt: Was könnte in ein paar Jahren technisch möglich sein? So entstanden meine Geschichten.“

Wenn Sie sich die Welt heute anschauen, was denken Sie?

„Ich bin überrascht, dass die Menschen mit der Raumfahrt nicht schon viel weiter sind. Nach meinem Roman „Von der Erde zum Mond“ haben sie noch hundert Jahre gebraucht, um tatsächlich einen Mann auf den Mond zu schicken. Auf dem Mars war immer noch keiner. Andere Sachen sind absolut fantastisch. Handys zum Beispiel. Diese winzigen Dinger, in die die Leute die ganze Zeit hineinplappern – genial! Und das Internet erst. So ein riesiger Schatz an gesammelten Informationen! Wenn es den damals gegeben hätte, hätte ich mich nicht durch so viele Zeitschriften quälen müssen . . .“

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