Paulas Nachrichten

Keine Lust auf den Süden!

04.10.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vom Hof aus kann Charly die anderen Kraniche sehen. Die Vögel sammeln sich auf den Wiesen, um über den Winter gemeinsam in den Süden zu fliegen.

Der junge Kranich mit Namen Charly kommt aus dem Haus der Naturschützerin Beate Blahy im uckermärkischen Steinhöfel (Brandenburg). Charly läuft seinen Besitzern auch im Haus hinterher. Foto: Patrick Pleul

GREIFFENBERG (dpa). Eigentlich sollte auch Charly mit ihnen aufbrechen. Doch Charly hat bisher keine Lust.

Charly ist noch jung. Das für Kraniche typische rote Kopfgefieder wächst ihm erst noch. Für sein untypisches Verhalten gibt es einen Grund: Der Kranich wurde als Küken gefunden, ohne seine Familie. Die Naturschützerin Beate Blahy und ihr Mann päppelten ihn auf. Nun würden sie Charly gern auswildern. Doch der hat sich an die Menschen gewöhnt und will bisher nicht weg.

Der Kranich folgt sogar ins Haus

Stattdessen stakst er seinen Besitzern bis ins Haus hinterher. „Er bleibt nicht allein, einer von uns muss immer zu Hause sein, sonst fliegt er uns hinterher“, sagt Beate Blahy. Sie und ihr Mann hoffen trotzdem, dass sie Charly noch auswildern können. Bis dahin gehen sie mit dem Vogel spazieren, um ihn langsam an die Umgebung zu gewöhnen.

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