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Keine Kämpfe mehr: Ahmad ist froh, in Deutschland zu sein

16.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Von heute auf morgen in ein anderes Land gehen, ohne zu wissen, ob man jemals zurück kann. Ahmad hat das gerade erlebt. Er ist 13 Jahre alt und kommt aus Syrien. Dort tobt seit einiger Zeit ein Krieg. Deshalb floh er mit seiner Familie aus Syrien. Jetzt ist er seit drei Monaten in Berlin.

Weil in seiner Heimat Krieg herrscht, ist Ahmad mit seiner Familie nach Deutschland geflohen. Seit drei Monaten lebt er in Berlin. Er konnte nur wenig mitnehmen. Sein Spider-Man-Kartenspiel war ihm aber wichtig. Foto: Julia Rudorf

Lange Zeit hat Ahmad gar nicht gemerkt, dass in seiner Heimat Syrien Gewalt tobt. In Syrien kämpfen mehrere Gruppen gegeneinander. Auf einer Seite stehen der Präsident und seine Anhänger. Diese bekriegen sich mit Leuten, die den Präsidenten als Herrscher absetzen wollen.

In Ahmads Heimatstadt Aleppo war zunächst alles wie immer. „Ich bin zur Schule gegangen, mein Vater hat gearbeitet. Von Kämpfen hat man nur im Fernsehen gehört“, erzählt der 13-Jährige.

Doch im Frühjahr war die Gewalt dann bei Ahmad vor der Haustür angekommen. „Von unserem Balkon aus konnte man sehen, wie Leute erschossen wurden“, erzählt Ahmad. Nachts hörte er Schüsse von Maschinengewehren und konnte nicht mehr schlafen. „Dann hat die ganze Familie auf dem Flur übernachtet – dort gibt es keine Fenster, das ist sicherer.“

Bei all der Gewalt beschlossen Ahmads Eltern zu fliehen. Ahmad suchte Einiges für seinen Rucksack zusammen. „Ich konnte mein Lieblingsbuch einpacken, mein Tagebuch, und ein paar Spielsachen.“ Ein paar Wochen später sagte seine Mutter dann: „Los, wir fahren nach Deutschland. Jetzt gleich.“

Ahmad konnte sich nur noch schnell von seinen Freunden und seinem Großvater verabschieden. Kurze Zeit später saß er im Flieger nach Berlin.

Hier hat die Familie eine Wohnung gefunden. Ein eigenes Zimmer hat er nicht mehr. Er muss sich eines mit seiner großen Schwester teilen. „Sie schickt mich immer raus. Das nervt.“

Von seinen Freunden hat er seit Wochen nichts gehört, erzählt er: „Das Internet funktioniert nicht immer. In Aleppo ist es jetzt richtig schlimm.“

Sein Vater überlegt trotzdem, bald nach Syrien zu fliegen. Er will seine Verwandten sehen. Und er möchte schauen, ob ihre Wohnung noch steht oder zerbombt wurde. Ahmad fände das nicht gut. „Ich bin froh, dass meine Familie in Deutschland ist, und uns nichts passiert ist. Syrien ist gerade viel zu gefährlich, um dort hinzufliegen.“

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