Paulas Nachrichten

Kein Gedanke an die Hausaufgaben

10.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit kräftigem Zug schiebt das Paddel das Wasser beiseite – für viele ist Paddeln einfach nur ein Freizeit-Spaß. Andere – wie Malte – fahren nach längerem Training sogar zu Meisterschaften.

Rechts vor und zurück, links vor und zurück – immer abwechselnd und gleichmäßig zieht Malte die Paddel durch das Wasser. Sein schmales und langes rotes Boot – ein Kajak – scheint fast über das Wasser zu schweben. So leicht und schnell gleitet es dahin.

Malte ist zwölf Jahre alt und kommt aus Berlin. Er fährt am liebsten besonders schnell im Kajak und nimmt sogar an Rennen teil. Er trainiert jede Woche fünf- bis sechsmal und ist schon mehrfacher Berliner und Brandenburger Meister. Malte will aber sogar noch mehr schaffen: Nächstes Jahr will er zur Deutschen Meisterschaft fahren. Im Sommer springt Malte nach dem Training oft freiwillig in das kühle Nass. Er mag den Kanu-Sport, weil er dadurch viel draußen in der Natur sein kann. „Hier kriegt man schnell den Kopf frei von den ganzen Hausaufgaben“, sagt er. „Man kann entspannen und sich austoben.“ Raus ins Freie gehen die Paddler beim Training etwa von April bis Ende September. Aber in der Winter-Saison wird es zu schnell dunkel. In den kalten Monaten trainieren die Paddler dann drinnen, in der Halle. Ohne Boote. „Langweilig ist das trotzdem nicht“, sagt Malte. „Wir verbessern Kraft und Ausdauer, indem wir Fußball spielen oder laufen und eben drinnen im Becken schwimmen.“ Im Frühjahr freuen sich dann trotzdem alle, wieder nach draußen zu können.

Maltes Boot ist für Rennen gemacht, deshalb ist es besonders lang, schmal und leicht, aufgenommen am Gelände des Vereins der Wander-Paddler-Havel, am Heiligensee, Berlin. Foto: Juliane Gringer

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