Paulas Nachrichten

Kanu, Kajak und Kanadier

10.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paddeln kann man allein – im Einer – zu zweit oder zu viert. Wenn mehrere Leute in einem Boot sitzen, müssen sie aber darauf achten, möglichst gleichmäßig zu paddeln. Das nennt man „Schlag halten“.

Boote, mit denen man paddeln kann, werden oft Paddelboote genannt. Der richtige Begriff ist aber Kanu. Wer es fährt, heißt Kanute oder Kanutin. Es gibt verschiedene Kanus: Kajak und Kanadier sind die wichtigsten.

Den Kanadier haben die Indianer Nordamerikas erfunden. Es ist ein offenes Boot, das man mit Stechpaddeln vorwärtsbewegt. Ein Stechpaddel ist ein einzelnes Paddel. Es wird mit beiden Händen gehalten. Man sitzt oder kniet im Boot und zieht das Paddel abwechselnd an den Seiten des Bootes durchs Wasser. In einen Kanadier passt viel Gepäck, und man kann leicht ein- und aussteigen.

Der Kajak stammt von den Inuit. Manche sagen Eskimos, aber das ist eigentlich ein Schimpfwort. Inuit benutzten den Kajak zum Jagen auf dem Eismeer. Im Kajak sitzt man tiefer im Boot und mit ausgestreckten Beinen. Außerdem hat man ein Doppelpaddel in den Händen. Man hält es vor den Oberkörper. Und zwar so, dass die zwei Paddelblätter rechts und links vom Boot ins Wasser stechen können. Die Luke, in die man sich hineinsetzt, wird verschlossen. So kommt kein Wasser ins Boot. Im Kajak ist wenig Platz für Gepäck. Dafür ist das Boot besonders schnell und wendig.

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