Paulas Nachrichten

Interview mit einem Huhn: „Ostern ist mir egal“

26.03.2016, Von Katharina Heimeier — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beim Eierlegen richte ich mich nicht nach den Festen der Menschen

Alle reden über den Osterhasen. Vor allem am Ostersonntag beim Eiersuchen. Toll, wie er das mit den Eiern wieder geschafft hat. Aber über die eigentlichen Heldinnen wird wenig gesprochen. Dabei sind es die Hühner, die die Arbeit haben. Wir haben ein Huhn getroffen.

Spiel: Finde alle versteckten Oster-Küken. Grafik: S. Stein

10 Uhr morgens auf dem Schultenhof in Dortmund. Landwirtin Lisa Lülf öffnet die Luken des Hühnerstalls. Sofort schieben die ersten Hühner ihre Köpfe ins Freie. Nix wie nach draußen! Ob wir hier eine Interview-Partnerin finden? Lisa Lülf hilft bei der Suche – und übersetzt die Antworten eines Huhns.

Wie darf ich Sie ansprechen?

„Nennen Sie mich doch bitte Hermine.“

Hermine, bald ist Ostern. Die Menschen wollen Eier essen. Macht Ihnen das Stress?

„Ach, wissen Sie, Ostern ist mir herzlich egal. Beim Eierlegen richte ich mich nicht nach den Festen der Menschen.

Aber sie haben sich ein gutes Datum für das Osterfest ausgesucht. Denn wenn im Frühling die Natur wieder wach wird und die Sonne länger scheint, sind wir Hühner fitter. Dann legen wir auch mehr Eier.“

Wie viele Eier legen Sie denn so am Tag?

„Machen Sie Witze? Wenn ich jeden Tag ein Ei schaffe, dann ist das schon eine Höchstleistung

Ich bin zwei Jahre alt, im besten Alter für Hühner also. Ich lege etwa 270 bis 280 Eier im Jahr. Das sind etwa fünf bis sechs Eier pro Woche. Mehr sind beim besten Willen nicht drin. Und dann muss auch alles stimmen.“

Was meinen Sie damit?

„Na, ich muss mich wohlfühlen. Ich bin gern mit anderen Hühnern zusammen und sitze auf der Stange. Wenn ich Eier lege, dann mag ich es lieber dunkel. Ich brauche genügend Platz. Und ich trinke gern aus Pfützen oder zumindest aus diesen kleinen Trinkanlagen, die im Stall für uns aufgebaut sind. Und ich will natürlich scharren.“

Was bedeutet das denn?

„Mit den Füßen im Boden kratzen und was Essbares suchen. Körner, Bohnen, Würmer oder Käfer. Wenn ich Lust auf eine Fliege habe, kann ich übrigens auch hochspringen und mir eine fangen.“

Sind Ihre Eier eigentlich braun oder weiß?

„Eine sehr persönliche Frage. Aber ich werde Sie Ihnen trotzdem beantworten. Meine Eier sind braun. Das liegt bei uns in der Familie, in der Rasse, wie Experten sagen.

Man erkennt das übrigens an dem rötlich-braunen Fleck, den ich unter dem Auge habe. Bei Hühnern, die weiße Eier legen, ist der Fleck weiß.“

Und wie finden Sie es, dass die Menschen Ihre Eier Ostern färben und verzieren?

„Das finde ich super! Da fühle ich mich echt geehrt.“

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