Paulas Nachrichten

In bayerischem See: Krokodil gesichtet

12.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die erste Meldung kam am Wochenende: Ein Spaziergänger glaubte, in einem See in Bayern ein Krokodil gesehen zu haben. Die Aufregung war groß. Am Montag sagte dann eine Frau: Schon Anfang Juli sei in dem See ein etwa ein Meter großes Tier mit langem Schwanz über sie hinweggeschwommen. Sie habe sogar eine Kratzwunde davongetragen. Seither sucht die Polizei nach diesem Tier – bisher ohne Erfolg. Der See ist für Badegäste gesperrt.

Vor vielen Jahren sorgte der Kaiman „Sammy“ für Aufregung: Er war seinem Besitzer in einen Badesee entwischt. Foto: Wolfgang Thieme

Ob in dem See tatsächlich ein Krokodil schwimmt, weiß zurzeit niemand. Theoretisch ist das möglich. Es ist schon vorgekommen, dass ein Krokodil-Besitzer sein Haustier ausgesetzt hat. Ein Fachmann sagt aber: Große Angst muss niemand haben. Ein Krokodil dieser Größe sei etwa so gefährlich wie ein ungezogener Dackel. Wenn es zuschnappte, tue das wohl weh. Wirklich schlimm sei es aber nicht.

Es ist aber auch gut möglich, dass es in dem See überhaupt kein Krokodil gibt. Immer wieder mal hört man Geschichten von gefährlichen Tieren in Badeseen. Vor allem im Sommer. Man nennt das auch Sommerloch-Geschichten. Warum? Im Sommer gibt es meist nicht so viele Nachrichten wie im Rest des Jahres. Viele Leute sind im Urlaub, auch Politiker und Sportler machen oft Sommerpause. Dann gibt es für Reporter einfach nicht so viel zu berichten. Im Sommerloch kommen Geschichten von gefährlichen Tieren gerade recht. Beispiel gefällig? Vor einigen Jahren gab es zum Beispiel Meldungen vom „Killerwels Kuno“. Ein Wels ist ein Fisch. „Kuno“ sollte riesig sein und sogar einen Dackel verspeist haben. Bewiesen wurde das nie.

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