Paulas Nachrichten

„Immer wieder muss etwas repariert werden“

08.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Kölner Dom steht oft irgendwo ein Gerüst. Der Dom in Nordrhein-Westfalen hat sogar eine eigene Dombauhütte: Das sind Werkstätten, in denen viele Handwerker arbeiten. Was sie genau tun, hat Uwe Schäfer dpa-Nachrichten für Kinder erklärt. Der 44 Jahre alte Steinmetz ist Chef der Dombauhütte – der Domhüttenmeister.

Was wird am Kölner Dom gebaut?

Wirklich neu gebaut wird nichts. Aber immer wieder muss etwas repariert werden. Zum Beispiel gibt es noch Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg: Damals wurde der Dom von Bomben getroffen. Außerdem setzen ihm das Wetter und Schadstoffe in der Luft zu. Wir machen jeden Tag Rundgänge und schauen genau, ob es neue Schäden gibt.

Warum muss man das denn jeden Tag machen?

So können wir kleine Schäden erkennen und beheben, bevor sie groß werden. Man kann es so sagen: Ein schwerer Wasserschaden beginnt mit einem Wassertropfen. Wir entdecken den Tropfen und verhindern den Schaden. Das spart am Ende viel Arbeit und Geld.

Und wer repariert die Schäden?

Bei uns arbeiten 60 Handwerker das ganze Jahr. Zum Beispiel kümmern sich Dachdecker um Reparaturen am Dach. Gerüstbauer stellen die Gerüste auf, auf denen die Dachdecker stehen. Und der Dom hat 350 Türen: Da haben Schreiner immer was zu tun. Wir Steinmetze schauen vor allem nach Schäden am Mauerwerk. Außerdem arbeiten hier Schlosser, Schmiede, Elektriker und Maler.

Was macht Ihnen Spaß an Ihrem Beruf?

Ich liebe den Dom – zum Beispiel wegen des Baustils! Deshalb finde ich es toll, dass ich hier arbeiten darf. Ich rede immer von „meinem Dom“, so als wäre es mein eigenes Haus – einfach weil ich so stolz darauf bin, jeden Tag hier sein zu dürfen.

Haben Sie einen Lieblingsort im Dom?

Es gibt einen Gang, der im Dom in 20 Metern Höhe einmal rundherum führt: Wenn man als Besucher an einer Führung teilnimmt, kommt man dorthin. Und von da hat man einen wundervollen Blick auf den ganzen Innenraum des Doms.

Der Dom in Köln am Abend Foto: Oliver Berg

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