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Hey, ich bin Jonah und ich mache jetzt Youtube Der Anfang war schwer, aber mittlerweile hat er viele sogenannte „Follower“

05.09.2015, Von Interview: Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jonah dreht regelmäßig Videos über sein Leben und stellt sie auf Youtube. Viele kennen ihn deshalb. Trotzdem behält er manche Dinge doch lieber für sich. Dazu gehört, dass er nicht erzählt, wo genau er wohnt.

Jonah Püschel, 15 Jahre, Youtuber aus der Nähe von Lübeck: „Ich lasse die Zuschauer an meinem Leben teilhaben. Meistens halt am Wochenende. Also wenn ich irgendwo hinfahre.“

KÖLN (dpa). Jonah ist so etwas wie eine Berühmtheit. Viele Tausend Leute schauen sich seine Videos bei Youtube an. Einmal in der Woche lädt der 15-Jährige ein neues Video hoch. „dpa-Nachrichten für Kinder“ verrät Jonah, warum er für sein erstes Video so lange gebraucht hat.

Viele Tausend Menschen schauen jede Woche deine Videos. Wie fühlt sich das an, ein Star auf Youtube zu sein?

Jonah: „Das ist schon cool. Aber ich würde mich selbst nie als Star bezeichnen. Ich stehe ja nicht über den anderen oder bin irgendwas Besseres. Ich bin einfach nur jemand, der sich filmt und das dann zeigt.“

Wirst du auf der Straße erkannt?

Jonah: „Manchmal kommen schon ein oder zwei Leute auf mich zu und wollen ein Autogramm. Ich finde das okay. Meistens kann man sich mit den Leuten gut austauschen und quatschen. Bei anderen Youtubern ist das anders. Die sind so groß geworden, dass sie nicht mehr auf die Straße gehen können, ohne erkannt zu werden. Das schränkt einen dann schon ein. Manche mussten deshalb auch schon umziehen. Bei mir ist das aber nicht so. Ich habe den ganz normalen Alltag.“

Gibt es Dinge, die du lieber für dich behältst?

Jonah: „Ich sage in den Videos zum Beispiel nicht, in welchem Ort ich genau wohne. Meine Adresse oder auf welche Schule ich gehe.“

Was zeigst du in deinen Videos?

Jonah: „Ich lasse die Zuschauer an meinem Leben teilhaben. Meistens halt am Wochenende. Also wenn ich irgendwo hinfahre. Zum Beispiel, wenn ich auf ein Konzert gehe, zum Tanzen oder mit Freunden mit dem Longboard unterwegs bin. Ich gehe raus, erlebe was und dabei nehme ich die Leute mit.“

Wir wird man eigentlich ein Youtuber?

Jonah: „Bei mir war das eher Zufall. Ich war früher ein ganz normaler Zuschauer. Meine Lieblings-Youtuber sind zum Beispiel Simon Unge und Dner. Die haben letztes Jahr mit dem Longboard eine große Tour durch Deutschland gemacht. Von der Nordsee bis zum Schloss Neuschwanstein in Bayern. Ich habe damals mitbekommen, dass die gerade bei mir in der Nähe unterwegs waren. Und da habe ich meinen Vater überredet, dass er mich da hinfährt. Dann bin ich die restliche Tour mitgefahren. Bis zum Ende. Das waren etwa 600 Kilometer. Da waren wir in den Herbstferien drei Wochen unterwegs.“

Wie ging es weiter?

Jonah: „Ich bin da nicht mit der Einstellung hin: Ich mach jetzt Youtube. Ich wollte das zuerst auch gar nicht. Ich wurde da eher reingeschubst. Ich hatte danach dann plötzlich 20 000 Follower auf Youtube – ohne überhaupt ein Video hochgeladen zu haben. Meine Freunde und meine Familie meinten dann, ich soll es doch einmal ausprobieren und ein Video machen. Dann hab ich das versucht – und es hat funktioniert.“

In einem Video sagst du, dass du dich nicht gern in der Öffentlichkeit filmst.

Jonah: „Am Anfang war das superschlimm. Das ist einfach komisch, wenn da so viele Leute drum herumstehen und alle gucken einen plötzlich an. Mittlerweile ist es aber besser geworden. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran.“

Wie war dein erstes Video?

Jonah: „Das war total komisch. Ich habe eine Minute Video gemacht. Eigentlich musste ich nur sagen: ,Hey, ich bin Jonah und ich mache jetzt Youtube!‘ Am Ende habe ich dafür vier Stunden gebraucht..“

Was ist das Spannende an Youtube?

Jonah: „Man kann coole Sachen mit den Leuten teilen. Man hat seine Community, mit der man sich schreiben kann und austauschen. Man bekommt Rückmeldung auf die Videos. Das ist schön. Nicht so wie beim Fernsehen, wo die Moderatoren unerreichbar sind. Man kann uns immer schreiben und wir schreiben dann auch zurück.“

Aber es gibt doch bestimmt auch fiese Kommentare?

Jonah: „Klar, die gibt’s. Da fragt man sich, was sind das für Leute und woher nehmen die das Recht, einen zu beleidigen. Aber da muss man drüber wegsehen. Die darf man gar nicht ernst nehmen.“

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