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Heikle Mission über dem Meer – Einsatz im Offshore-Windpark

06.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aus der Nordsee ragen Türme in den Himmel. Zwölf Windräder drehen sich in dem Windpark „alpha ventus“ – 50 Kilometer vor der Küste. Ralf Klooster und seine Kollegen beobachten die riesigen Anlagen fast rund um die Uhr. Wenn etwas nicht stimmt, müssen sie reagieren.

Die Windkraft-Anlagen stehen draußen im Meer. Doch Ralf Klooster hat sie genau im Blick. Dabei arbeitet der Techniker nicht auf hoher See. Sondern er sitzt meist in der Stadt Norden in Niedersachsen. In seinem Büro stehen viele Monitore. Und die zeigen auch Bilder, die eine Kamera draußen im Windpark aufnimmt. Im Moment drehen sich die Flügel der Anlagen – die Rotoren. Alles in Ordnung.

Doch was passiert, wenn ein Windrad plötzlich stillsteht? „Zuerst versuchen die Techniker an Land, den Fehler zu finden und die Anlage wieder in Gang zu bringen“, erklärt Ralf Klooster. Zum Beispiel wenn sich die Elektronik aufhängt. Dann kann der Techniker die Anlage per Fernsteuerung abstellen und wieder neu starten – so ähnlich wie bei einem Computer.

Doch manche Fehler muss man vor Ort reparieren, zum Beispiel ein kaputtes Teil austauschen. Dann fahren Techniker raus, manchmal Ralf Klooster selbst. Das Schiff nehmen sie nur bei jenem Wetter, das Windpark-Betreiber gar nicht mögen: bei Flaute – bei wenig oder keinem Wind. Denn nur wenn es keine hohen Wellen gibt, können die Techniker vom Schiff aus auf die Anlage klettern. Über eine Leiter steigen sie empor zu einer Plattform. Dort betreten sie dann das Innere des Turms. Drinnen geht es bequemer weiter – mit dem Aufzug. Bis zu 65 Meter fahren sie in dem Turm nach oben.

Bei rauer See fliegen die Techniker mit dem Hubschrauber. Wenn sich der Hubschrauber nähert, stehen die Rotor-Blätter still. Trotzdem ist das Ganze ein kniffliges Unternehmen. Denn der Helikopter muss das Windrad so anfliegen, dass die Techniker sich nacheinander abseilen können. Sie landen dann auf der oberen Plattform des Windrades. Von dort steigen sie in die Anlage.

Dort schalten sie die Steuerung der Anlage ab – zur Sicherheit. Erst jetzt beheben sie das Problem und tauschen zum Beispiel ein Teil aus. Dann starten sie die Anlage wieder und prüfen, ob alles funktioniert. Erst dann gehen sie wieder zur oberen Plattform. Von dort lassen sie sich wieder zum Hubschrauber hochziehen.

Den Einsatz verfolgen die Kollegen im Büro genau. Wenn plötzlich dichter Nebel oder ein Gewitter aufzieht, warnen sie sofort über Funk. Dann klettern die Techniker schnell wieder in den Hubschrauber und es geht zurück an Land.

Der Windanlagentechniker Tjado de Groot winkt von der Plattform eines der Windkrafträder, von der aus man ins Innere kommt. Foto: Wagner

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