Paulas Nachrichten

Heidi und Yann – Hochzeit auf Amerikanisch

30.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Der schönste Tag im Leben“: Das sagen viele Menschen über den Hochzeitstag. Gefeiert wird aber unterschiedlich. In Amerika zum Beispiel mit ordentlich Tamtam – wie das Beispiel von Heidi zeigt.

Geweint hat Heidi nur einmal. Kurz nachdem sie am Altar in der Kirche „I do“ gesagt hat – also „Ja, ich will“.

Da flossen ein paar Tränchen aus ihren Augen. Aber das waren natürlich Freudentränen! Heidi hat ihren Freund Yann geheiratet, in den sie schon seit vielen Jahren verliebt ist.

Und weil Heidi Amerikanerin ist, heiraten sie typisch amerikanisch. Und das läuft etwas anders ab als eine Hochzeit in Deutschland. So eine Feier erinnert eher an eine Märchenhochzeit, wie man sie aus den Filmen kennt.

Kein Wunder also, dass man eine Menge Zeit braucht, um alles zu organisieren. „Ein Jahr lang haben Yann und ich alles vorbereitet“, erzählt Heidi.

Und damit auch wirklich alles glattläuft, wird am Abend vor der Feier mit der Hochzeitsgesellschaft noch mal geprobt. „Rehearsal Dinner“ nennt sich das – übersetzt: „Probe-Essen“.

Dabei probt man meist nicht das Essen, sondern den Ablauf der Hochzeitsmesse.

Also: Wer darf zuerst in die Kirche kommen? Wo geht man dann lang und wo muss man sich hinstellen? Damit man das alles nicht vergisst, klebt der Pfarrer schwarze Klebestreifen auf den Boden. Zumindest bei Heidis Hochzeit war das so.

Richtig wichtig: Man darf nicht rennen oder schlurfen, sondern soll vorsichtig schreiten. Bei der Probe sind allerdings noch Jeans erlaubt.

Manche Dinge sind bei amerikanischen Hochzeiten aber auch genauso wie bei manchen in Deutschland: Zum Beispiel, dass sich alle zu Fotos aufstellen müssen. Oder, dass alle Gäste schicke Sachen tragen und dass es eine große Hochzeitstorte gibt. Natürlich gibt es auch Ringe und ein großes, leckeres gemeinsames Essen.

Und – wie Hochzeitspaare überall auf der Welt – guckten sich auch Heidi und Yann den ganzen Hochzeitstag über verliebt an.

In Amerika sind Brautjungfern ein Muss. Es gibt mehrere „bridesmaids“. Das können sogar mehr als fünf sein. Die sind während der Hochzeit sozusagen die „Mädchen für alles“: Sie helfen zum Beispiel der Braut, das Kleid anzuziehen. Fotos: Felix Zeltner

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