Paulas Nachrichten

Harte Schale, fettiger Kern

18.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es knirscht und knackt, dann kracht es im Mund des Holzkopfs. Geschafft! Der Holzkopf spuckt eine kaputte Nuss aus. Sie purzelt über seinem Bart heraus. Der Holzkopf hat seinen Job gut gemacht. Und Kopfschmerzen kennt er nicht. Er ist ein Nussknacker.

Herbstzeit ist Nüssezeit. Jetzt sind Walnüsse und Haselnüsse reif. Haselnüsse wachsen am Strauch, Walnüsse am Baum. Weil Nussbäume sehr hoch werden, kann man Walnüsse nicht einfach pflücken. Was für ein Glück, dass sie von selbst herunterfallen! Man muss sie nur noch aufsammeln. Doch aufgepasst, sonst fällt einem dabei eine Nuss auf den Kopf. Das kann wehtun, denn die Schale ist hart.

Innendrin steckt pure Energie. Denn Nüsse enthalten sehr viel Fett. Mehr als die Hälfte einer Nuss ist Öl. Wenn man sie isst, bringt das das Hirn auf Hochtouren. Aber dafür ist die Energie natürlich eigentlich nicht da.

Das Fett in der Nuss ist ein Vorrat – für einen neuen Nussbaum. Der Keimling zieht sie beim Wachsen heraus.

Doch über die Kraftpakete aus der Natur freuen sich auch viele Tiere. Eichhörnchen und Mäuse schätzen die Früchte ebenso wie Rehe und Wildschweine. Das wiederum nutzt auch den Pflanzen: Vergisst ein Eichhörnchen eines seiner Nusslager, die es für den Winter anlegt, dann können aus diesen Nüssen neue Bäume entstehen. Und zwar an einer Stelle, an der bisher keine Nussbäume wuchsen.

Wie eine Nuss zum Bäumchen wird, kann man selbst ausprobieren. Steck doch einfach mal eine Nuss in die Erde und gieße regelmäßig.

Nach einiger Zeit wird mit ein bisschen Glück ein Keimling herauskommen. Den kannst du später nach draußen pflanzen. Und viele Jahre später lassen sich dann vielleicht auch Nüsse ernten.

Ein Eichhörnchen steht aufrecht auf seinen Hinterpfoten mit einer Nuss zwischen den Zähnen. Die Tiere legen jetzt Vorräte für den Winter an. Foto: Uwe Anspach

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