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Glühwürmchen leuchten in der Dämmerung

14.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es wird Nacht, und draußen seht ihr ein grünliches Glitzern und Leuchten. Das könnten Glühwürmchen sein. Die Tiere sind trotz ihres Namens keine Würmer, sondern besondere Käfer: Sie können mit ihrem Körper Licht produzieren.

Hast du an warmen Sommerabenden in der Dämmerung schon mal leuchtende Punkte gesehen, im Gras oder in der Luft? Glühwürmchen kann man vor allem im Juni und Juli beobachten. Sie können eine Wiese, einen Wald oder einen Garten wunderschön glitzern lassen. Manchmal sammeln sich Hunderte von ihnen an einem Ort.

Glühwürmchen sind keine Würmer, sondern Käfer. Genauer: Leuchtkäfer. Bei vielen Arten haben die Männchen Flügel und können fliegen, die Weibchen müssen am Boden bleiben. „Die sehen ein bisschen aus wie Würmchen oder Maden, daher der Name Glühwürmchen“, sagt der Biologe Werner Schulze. Die Tiere kriechen aber nicht, sondern krabbeln mit ihren sechs Beinen.

Weltweit gibt es laut Experten mehr als 2000 Arten von Leuchtkäfern. In Deutschland leben drei: der Große Leuchtkäfer, das Kleine Glühwürmchen und der Kurzflügel-Leuchtkäfer.

Die Weibchen der Leuchtkäfer legen Eier. Daraus schlüpfen Larven. Die Leuchtkäfer bei uns verpuppen sich nach ein bis drei Jahren. Im späten Frühjahr schlüpfen die fertigen Käfer. Sie leben meist nur wenige Wochen.

Für das Licht haben unsere Glühwürmchen ein Leuchtorgan auf der Unterseite ihres Hinterleibs. Das Glitzern entsteht in speziellen Zellen, also in winzigen Bauteilen des Körpers. Diese Zellen haben nach außen eine durchsichtige Haut. Deshalb kann man das Licht sehen. Nach innen – zum Körper des Insekts hin – liegt eine Schutzschicht. Die spiegelt das Licht, so dass es noch heller scheint.

Manche Leuchtkäfer leuchten in der Dämmerung eine Weile lang. Andere blinken in einem ganz bestimmten Takt. Experten sagen: So können sich die Männchen und Weibchen der verschiedenen Arten gegenseitig erkennen.

„Das ist aber nicht der einzige Grund für das Leuchten“, sagt Fachmann Werner Schulze. „Denn auch Larven oder Eier mancher Arten können Licht produzieren, obwohl sie sich noch nicht fortpflanzen können.“ Warum sie dann trotzdem leuchten, wissen die Experten nicht genau.

Eine Nachtaufnahme des Großen Leuchtkäfers: Zu sehen sind die transparenten Segmente im Hinterleib, in denen das Licht erzeugt wird. Foto: Dieter Weiß

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