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Geschichte: Ein Puzzle mit fehlenden Teilen

16.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie war Richard Löwenherz so drauf? Wie hat der König gekämpft, wie klang seine Stimme? Das würden viele Geschichts-Fans heute supergerne wissen.

Doch es ist enorm aufwendig, solche Dinge herauszufinden. Denn König Richard hat vor sehr langer Zeit gelebt. Experten wie Jürgen Sarnowsky verbringen viel Zeit damit, über die Vergangenheit zu forschen. Das Spezialgebiet von Jürgen Sarnowsky ist das Mittelalter. Auch mit Richard Löwenherz hat er sich schon viel beschäftigt. „dpa-Nachrichten für Kinder“ hat er erzählt, dass seine Arbeit manchmal sehr detektivisch ist.

Woher wissen Sie denn so viel über die Zeit von Richard Löwenherz?

„Es gibt niemanden mehr, der in dieser Zeit gelebt hat und uns davon erzählen könnte. Deshalb muss ich anders an Informationen kommen.

Ich lese zum Beispiel alte Berichte über die Kreuzzüge und erfahre so, was damals passiert ist. Außerdem gibt es Briefe und Urkunden aus der Zeit, in der Richard Löwenherz gelebt hat.

Aus all diesen Dokumenten kann man etwas über das Leben des berühmten Königs erfahren. Das ist dann manchmal richtige Detektiv-Arbeit.“

Sind Sie als Detektiv denn immer erfolgreich?

„Oft fehlen wichtige Informationen, die man in keinem Bericht findet. Das ist dann ein bisschen wie ein Puzzle, bei dem nicht alle Teile da sind.

Immer mal wieder tauchen alte Dokumente auf, die neue Informationen liefern, und so kommt dann ein neues Puzzleteil dazu.

Trotzdem gibt es noch vieles, was man über Richard Löwenherz und die Zeit, in der er gelebt hat, nicht so genau weiß. Aber obwohl nicht alle Teile da sind, ist das Bild schon recht gut zu erkennen – also man kann trotz fehlender Informationen schon viel über Richard Löwenherz sagen.“

Welche Informationen fehlen denn?

„Man weiß zum Beispiel nicht genau, wie Richard Löwenherz ausgesehen hat. Es gibt nämlich nur sehr wenige Abbildungen, die ihn zeigen, und bei denen kann man nicht sicher sein, ob sie ihm wirklich ähnlich sehen. Fotoapparate gab es ja damals noch nicht.“

Luftaufnahme der Burg Trifels bei Annweiler in Rheinland-Pfalz. Der englische König Richard Löwenherz war unter anderem auf der Burg Trifels eingesperrt, nachdem er auf dem Rückweg von seinem Kreuzzug nach Jerusalem gefangen genommen wurde. Foto: Manfred Czerwinski

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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