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Gepanzerte Krabbler am Strand

03.09.2016, Von Jennifer Heck — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Strandkrabben sind im Wattenmeer der Nordsee zu sehen und auch an der Ostsee

Wer am Strand unterwegs ist, kann einiges entdecken. Schöne Muscheln und Steine zum Beispiel. Aber manchmal laufen einem auch gepanzerte Tiere wie etwa Krabben über den Weg.

Eine Westatlantische Reiterkrabbe, Ocypode quadrata, auch Rennkrabbe genannt, am Strand der Karibikinsel Guadeloupe, die jedoch zu Frankreich gehört. Die Krabbe kann sehr schnell rennen. Foto: Jennifer Heck

BERLIN, Wer krabbelt denn da? Zehn Beinchen flitzen seitwärts über den nassen Wattboden. Sie tragen einen glatten, grünlichen Panzer. Da ist eine Krabbe unterwegs. Genauer gesagt: eine Strandkrabbe. Diese Tiere gibt es an vielen Orten der Welt. Bei uns kann man sie im Wattenmeer der Nordsee sehen und auch an der Ostsee.

„Krabben sind Wassertiere, viele können aber auch auf dem Land leben“, erklärt Fachmann Rainer Kaiser. An Land bleiben Krabben dann in der Nähe von Wasser: Sie müssen ihre Kiemen feucht halten. Nur so können sie atmen.

Krabben gibt es überall auf der Welt. Es sind etwa 6000 verschiedene Arten bekannt, sagt der Krabben-Experte Moritz Sonnewald.

Wer zum Beispiel an den tropischen Stränden des Atlantischen Ozeans oder des Pazifischen Ozeans in Amerika unterwegs ist, könnte einer Winkerkrabbe begegnen. Die Männchen dieser Tiere haben zwei unterschiedlich große Scheren. Eine ist stark vergrößert. Sie kann auf der rechten oder linken Seite sitzen. Damit winken die Männchen den Weibchen zu, um auf sich aufmerksam zu machen. Die große Schere setzen die Männchen aber auch für Revierkämpfe ein.

Im Gegensatz zu den Strandkrabben leben Winkerkrabben vor allem in Wohnhöhlen, die sie sich in den Sand graben. Das machen auch viele Rennkrabben-Arten. Die Tiere heißen so, weil sie schnell rennen können. Oft sind sie im Zickzack am Strand oder auf den Dünen unterwegs, auf der Suche nach Nahrung wie etwa Insekten.

Droht Gefahr, verschwinden die Rennkrabben blitzschnell in ihren Höhlen. Die finden sie ohne Probleme. Egal, wo sie sich gerade befinden: Die Tiere haben eine Art eingebautes Navigations-System. Damit finden sie zuverlässig zu ihrem Bau zurück. Rennkrabben gibt es zum Beispiel am Mittelmeer und den Küsten des Atlantiks.

Wie Krabben laufen, ist für jede Art gleich. „Alle sind seitlich unterwegs, wie auch die Strandkrabbe“, sagt Moritz Sonnewald. So haben ihre Beine den größtmöglichen Spielraum.

Außerdem haben alle Krabben-Arten einen Panzer. „Der Panzer schützt die Tiere vor Feinden wie zum Beispiel Möwen“, erklärt der Fachmann.

Allerdings müssen sie den Schutz regelmäßig abwerfen. Der Panzer wächst nicht mit. Deshalb kann man am Strand und im Watt häufig leere Panzer finden.

„Die Zeit nach der Häutung ist die gefährlichste im Leben der Krabben“, sagt Moritz Sonnewald. Denn der neue Panzer ist erst einmal weich. Feinde lassen sich die Tiere dann gern schmecken.

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