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Gemeinsam wohnen im Internat – Aysar aus Jordanien erzählt

09.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aysar ist zwölf Jahre alt und wohnt in einem Internat in einer Gruppe von Jungen. Doch er geht nicht bei uns in Deutschland zur Schule. Aysar lebt in Jordanien, einem Land im Westen Asiens.

Morgens wacht Aysar in einem Raum mit zwölf anderen Jungen auf. Denn Aysar lebt in einem Internat in Jordanien, einem Land ganz im Westen Asiens. „Um 6.30 Uhr werden wir geweckt“, erzählt der Zwölfjährige. Zum Frühstück setzen sich die Kinder mit einem Erzieher zusammen und es gibt ein Essen aus Eiern, Milch, Käse und Brot.

Erst um 8.30 Uhr beginnt die Schule, doch bis dahin gibt es noch Verschiedenes zu tun: Die Schüler müssen nicht nur duschen. Sondern es werden auch morgens oft die Fingernägel geschnitten. Auf dem Schulgelände gibt es anschließend Morgensport: Die Kinder machen gemeinsam Gymnastik. „Außerdem rennen wir dann immer viel herum“, erzählt Aysar.

Bevor der Unterricht losgeht, stellen sich alle nach Klassen geordnet auf und singen das Lied des Landes, die Nationalhymne. Danach beginnt das Lernen.

Jede Schulstunde dauert 30 Minuten. Sie ist also etwas kürzer als in Deutschland. „Gerne mag ich Mathe und den Arabisch-Unterricht“, berichtet Aysar. Arabisch ist die Sprache in Jordanien und anderen Ländern in der Region. In Aysars Schule lernen die Kinder auch Deutsch. „Das mag ich auch“, meint er, „aber leider bin ich nicht so gut darin.“

Aysar gefällt in der Schule nicht, dass sie zu wenig Zeit haben, um draußen zu toben: „Wir haben zwar Sportunterricht aber ich will am liebsten den ganzen Tag Sport machen.“

Mittags nach der Schule essen alle Jungen aus Aysars Wohngruppe gemeinsam. Auf einer großen Platte kommt das Essen aus der Küche des Internats und die Erzieherin verteilt es auf die Teller.

Nach dem Essen müssen die Kinder das Geschirr abspülen. „Manchmal mach ich das sogar gerne“, sagt der Junge und grinst. Am Nachmittag gibt es eine bestimmte Zeit, in der die Kinder gemeinsam ihre Hausaufgaben machen. Aysar erklärt: „Unsere Erzieherin und ein Mädchen aus Deutschland helfen uns dabei.“

In seiner Freizeit spielt Aysar gerne Fußball. „Oder wir besuchen die Tiere“, erzählt er begeistert. Auf dem Gelände der Schule gibt es nämlich einen kleinen Streichelzoo mit Enten, Hühnern, einem Esel und einem Meerschweinchen.

Um sieben Uhr abends gehen die Kinder schlafen. „Oft bin ich da noch gar nicht müde“, meint Aysar. Zumindest kann er so ausschlafen – bis es dann am nächsten Morgen um 6.30 Uhr wieder heißt: aufstehen!

Aysar in seiner Wohngruppe in der Theodor-Schneller-Schule in Amman, Jordanien Foto: Lea Richtmann

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