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Fußball verrückt – Schiri erklärt seltsame Regeln

07.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tor oder kein Tor? Wie würdest du entscheiden, wenn ein Fan auf den Rasen läuft, um einen Treffer zu verhindern? Oder wenn bei einem Treffer der Ball platzt? Schiedsrichter Wolfgang Stark erklärt ein paar merkwürdige Fußballregeln.

Schiedsrichter Wolfgang Stark hat schon viele wichtige Fußballspiele gepfiffen. Partien in der Bundesliga, im Pokal-Wettbewerb, in der Champions League und bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer. Eigentlich kann den 41-Jährigen nichts mehr aus der Ruhe bringen. Trotzdem: „Manchmal passieren verrückte Sachen auf dem Feld“, sagt er.

Beispiele gefällig? Bitteschön: Der Stürmer läuft allein auf das gegnerische Tor zu. Lässig umkurvt er vor dem Strafraum den Torwart und schiebt die Kugel sachte Richtung Netz. Schon will er jubelnd abdrehen – aber was ist das? Ein Ersatzspieler des gegnerischen Teams, der sich hinter dem Tor warm gemacht hat, läuft auf den Platz und hält den Ball auf, bevor der über die Linie trudelt. So etwas ist tatsächlich schon passiert. In so einem Fall wird nicht auf Tor entschieden, es gibt noch nicht einmal Elfmeter für die Mannschaft des Stürmers. Sie bekommt stattdessen einen Freistoß und der Ersatzspieler kriegt eine Gelbe Karte. Wolfgang Stark hat so etwas allerdings noch nie erlebt. Etwas anderes wäre es übrigens, wenn der Ersatzspieler die Kugel nicht bekommt. „Der Stürmer müsste den Ersatzspieler einfach ausdribbeln. Denn wenn der den Ball nicht berührt und er ins Tor geht, zählt der Treffer“, erklärt Wolfgang Stark. Das gilt auch, wenn ein Zuschauer oder Balljunge auf das Feld läuft.

Und was passiert, wenn der Ball am Schiedsrichter abprallt und dann ins Tor saust? Wolfgang Stark erläutert: Der Treffer zählt. „Aber nach Möglichkeit steht der Unparteiische immer so weit von der Gefahrenzone weg, dass das gar nicht erst passieren kann.“

Stell dir nun vor, der Ball platzt bei einem Schuss und geht trotzdem ins Tor. „Das Tor zählt nicht“, sagt der Schiedsrichter. „Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Ball im Flug kaputt geht. Meistens sieht man schon vorher, dass etwas mit dem Leder nicht stimmt, wenn es zum Beispiel komisch aufspringt. Dann wird das Spiel unterbrochen und es gibt Schiedsrichter-Ball.“ Dann stehen sich ein Spieler der einen Mannschaft und einer der anderen gegenüber. Der Schiedsrichter steht daneben, lässt den Ball fallen – und weiter geht es.

Schiedsrichter Wolfgang Stark pfiff vor wenigen Wochen auch das Finale im DFB-Pokal. Er hat schon viele Partien geleitet und kennt sich mit den Regeln bestens aus. Foto: Jens Wolf

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