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Fußball-Schiri Ron setzt sich durch

23.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Pffffrrrrrr. Rote Karte! Wenn Ron Wettengel in seine Pfeife pustet, müssen die Fußball-Spieler auf ihn hören. Ron ist nämlich Schiedsrichter. Er ist 16 Jahre alt. Die Trainer der Mannschaften, deren Spiele er pfeift, sind meistens viel älter. Wie er das trotzdem meistert, erzählt Ron den „dpa-Nachrichten für Kinder“. Ron kommt aus Berlin.

Ron ist 16 Jahre alt. Er ist Fußball-Schiedsrichter. Foto: Maria Rossbauer

Wie bist du Schiedsrichter geworden?

„Ich hab früher selber Fußball gespielt. Und dabei auch immer die Schiedsrichter gesehen. Ich dachte mir, das könnte Spaß machen. Vor zwei Jahren hab ich dann die Ausbildung zum Schiedsrichter gemacht.“

Was habt ihr da gemacht?

„Ich musste dazu jeden Samstag auf einen Lehrgang, vier Wochen lang. Wir lernten dort die Fußball-Regeln, und wie man sich auf dem Platz verhält. Am Ende gab’s eine schriftliche Prüfung und auch eine Laufprüfung.“

Bist du ein guter Schiedsrichter?

„Ja, ich denke schon. Wir Schiedsrichter werden bei Fußballspielen beobachtet, von Schiedsrichter-Beobachtern.“

Und was machen die?

„Die schreiben uns eine Beurteilung, so ähnlich wie ein Schulzeugnis. Es gibt zum Beispiel Punkte für Persönlichkeit, Auftreten, richtige Entscheidungen. Ich hab da immer recht gute Beurteilungen gekriegt. Jetzt bin ich im Jugend-Leistungskader Berlin. Das ist eine Förderung für junge Schiedsrichter. Da kommt eine Auswahl guter Schiedsrichter rein.“

Ist das nicht ein anstrengendes Hobby?

„Ja, klar, die Fans schimpfen schon manchmal über die Schiedsrichter oder schreien so was wie: Das war doch gar kein Abseits. Da braucht man schon eine dicke Haut. Und wenn die Trainer bei einem Spiel schimpfen, muss ich hingehen und sagen: ,Jetzt ist Ruhe, sonst müsst ihr gehen.‘ Am Anfang hatte ich da schon Hemmungen. Schließlich sind die Trainer oft viel älter als ich. Aber mittlerweile klappt das gut.“

Was ist denn toll daran, Schiedsrichter zu sein?

„Ich bin einfach verrückt nach Fußball. Ich gucke mir auch jedes Spiel im Fernsehen an, vor allem jetzt, bei der EM. Auf dem Platz zu stehen macht unheimlich Spaß. Man lernt als Schiedsrichter auch, sich durchzusetzen. Und es gibt ein bisschen Taschengeld dafür. Außerdem: Erwachsenen mal die Meinung zu geigen, macht ja auch Spaß. Die Möglichkeit hat man sonst nicht so oft.“

Hast du ein Vorbild?

„Ja, Manuel Gräfe. Das ist ein Bundesliga-Schiedsrichter. Ich finde sein Auftreten bei Spielen toll. Manchmal trainiert er mit uns, da hol ich mir von ihm Tipps.“

Willst du später auch als Erwachsener Schiedsrichter bleiben?

„Das würde ich schon gerne. Nach dem Abitur will ich aber erst mal eine Ausbildung bei der Bank machen. Aber ich hoffe, dass ich als Schiedsrichter immer weiter aufsteige. Mein Traum wäre natürlich, später mal in der Bundesliga zu pfeifen. Aber es gibt so viele talentierte Schiedsrichter. Ob das klappt, weiß ich nicht.“

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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