Paulas Nachrichten

Füße der Tiere sind perfekt angepasst

29.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Laufen, springen, balancieren, schießen, treten oder tanzen – mit unseren Füßen können wir eine ganze Menge Sachen anstellen. Bei Tieren ist das nicht anders: Auch ihre Füße sind nicht einfach nur zum Herumlaufen da. Tiere haben Füße, die perfekt an ihre Lebenswelt angepasst sind. Schauen wir uns einige Beispiele an:

Das Kamel – ein Schwielensohler

Bist du im Sommer schon mal über heißen Sand am Strand gelaufen? Das kann wehtun, oder? Unsere Fußsohlen sind nämlich ziemlich empfindlich und können die Hitze nicht gut vertragen. Ganz anders ist das bei den Kamelen: Sie können problemlos durch den heißen Wüstensand laufen, zum Beispiel in der Wüste Sahara in Afrika. Das geht, weil sie dicke Polster unter ihren Fußsohlen haben, die sie vor der Hitze schützen. Diese Polster heißen auch Schwielen und Kamele deshalb auch Schwielensohler. Die Füße insgesamt sind ziemlich breit. Auch das zahlt sich beim Gehen auf dem weichen Wüstensand aus: Die Tiere sinken damit nicht so leicht ein.

Der Pinguin – ein Fußkühler

Brrrr – stundenlang stehen manche Pinguine auf dem Eis. Kriegen sie dabei nicht tierisch kalte Füße? Doch! Aber das ist auch gut so. Wären ihre Füße warm, würden sie nämlich am Eis festfrieren! Die Wärme ihres Körpers würde die oberste Schicht des Eises schmelzen. Friert das Wasser dann wieder ein, würden die Füße mit einfrieren.

Pinguine kühlen ihr Blut sogar ab, bevor es in die Füße fließt. Das geht so: Die Blutgefäße, die das Blut vom Körper in die Füße leiten, liegen ganz eng neben den Blutgefäßen, die es von den Füßen zurück in den Körper leiten. Bevor nun also das warme Blut in die Füße läuft, gibt es seine Wärme an das kalte Blut ab, das gerade aus den Füßen kommt. Das warme Blut kühlt dadurch ab, das kalte Blut wird erwärmt. So werden zwar die Füße der Pinguine kalt, aber der Rest ihres Körpers bleibt schön warm.

Zusätzlich sind Pinguin-Füße ziemlich dick und kräftig. Auch das schützt vor der Kälte. Kaiser- und Königspinguine, die ihre Eier zwischen den Beinen ausbrüten, stehen außerdem oft nur auf den Hacken. Sie berühren also das Eis so wenig wie möglich.

Ein Kaiserpinguin mit Nachwuchs in der Antarktis Foto: Alfred-Wegener-Institut

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