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Frankreich: Den ganzen Tag Schule, aber dafür viel Ferien

03.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Uff, so ein langer Schultag! Schüler in Frankreich sind meist von morgens bis 17 oder 18 Uhr abends in der Schule. Dafür haben sie aber mehr Ferien als deutsche Schüler – allein im Sommer zwei Monate am Stück.

Schüler: Wenn französische Kinder sechs Jahre alt sind, beginnt für sie die Schule. Von da an müssen sie neun Jahre die Schulbank drücken. Das ist Pflicht. Zuerst besuchen sie fünf Jahre eine Art Grundschule und dann kommen alle ins collège. Dort bleiben sie vier Jahre, wenn alles gut läuft. Viele wechseln danach ins Gymnasium – ins lycée – und machen nach drei Jahren das Abitur. Manche lernen nach dem collège gleich einen Beruf.

Lehrer: In Frankreich sind die Lehrer häufig sehr streng. Die Schüler sollen Respekt vor ihnen haben. Jedes Jahr gibt es einen neuen Klassenlehrer – egal ob Grundschule, Collège oder Gymnasium. Oft wird für jedes Unterrichtsfach der Raum und der Lehrer gewechselt.

Schulnoten: Die beste Zensur ist 20, die schlechteste ist 0. Weniger als 10 Punkte gelten aber schon als mangelhaft beziehungsweise ungenügend. In der Grundschule gibt es anfangs keine Noten, sondern die Lehrer schreiben etwas zur Mitarbeit und zum Betragen auf. Drei Mal im Jahr gibt es Zeugnisse – immer vor den Weihnachts-, Oster- und Sommerferien.

Schultag: Die Schule beginnt meist zwischen 8 und 9 Uhr. Eine Unterrichtsstunde dauert 55 Minuten. Nach vier Stunden ist dann Mittagspause. Die Schüler können in einer Schulkantine essen. Das muss aber von den Eltern bezahlt werden. Kurz vor 14 Uhr geht es weiter mit dem Lernen. Schluss ist so zwischen 17 und 18 Uhr. Zu Hause heißt es dann noch Schulaufgaben machen. Dafür ist mittwochs schulfrei oder nur bis mittags Schule.

Ferien: Im Sommer haben alle Schüler zur gleichen Zeit Ferien, ganze zwei Monate lang. Dieses Jahr geht es am 3. Juli los. Die anderen Ferien beginnen je nach Region unterschiedlich. Dann sind im Oktober etwa eine Woche, zu Weihnachten zwei, im Februar zwei und zu Ostern ebenfalls zwei Wochen schulfrei.

Lehrerin Daniela Barisic gibt ihren Schülern im Collège St. Etiennne in Straßburg, Frankreich, Deutschunterricht . Für Schüler in Frankreich geht’s erst in eine Art Grundschule. Danach ins collège. Dort bleiben sie vier Jahre, wenn alles gut läuft. Foto: Rolf Haid

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