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Football und Spanisch: Tag an einer US-Schule

11.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ryan mag seine Schule – mit Schließfächern, Football-Training und trotz der Kontrolle am Morgen. Ryan ist zwölf Jahre alt und besucht eine Schule in der Stadt Washington in den USA.

Ryan an seinem Schließfach. Foto: Nicole Wagner

Es ist 8.30 Uhr – Ryan steht am Eingang seiner Schule. Einfach hineinlaufen darf der Zwölfjährige aber nicht. Er wird erst kontrolliert – wie am Flughafen. Wie dort geht es um die Sicherheit. Damit will die Schule verhindern, dass Schüler gefährliche Gegenstände mitbringen – wie Messer oder Pistolen. Das passiert in den USA nämlich gar nicht selten. Deshalb kommen solche Sicherheitskontrollen in Schulen größerer Städte häufiger vor.

„Die Sicherheitskontrolle stört mich nicht“, sagt Ryan. Er geht in die 7. Klasse. Nach der Kontrolle schaut er zuerst im Flur bei seinem Schließfach vorbei. Darin verstaut er viele seiner Bücher und Hefte. Jeder Schüler hat solch ein Fach und muss so nicht alle Schulsachen mit sich herumschleppen. Auch Handys müssen die Schüler hier verstauen. Denn die sind im Unterricht strikt verboten.

Überhaupt spielt sich alles erst mal im Flur ab. Es heißt kurz warten – bis Ryan und seine Mitschüler um 8.45 Uhr in die Klassenräume strömen dürfen. Die erste Schulstunde: Englisch bei Miss Woods. Der Unterricht wird früh durch eine Durchsage unterbrochen. „Die Vikings haben gestern Abend gewonnen“, tönt es stolz durch den Lautsprecher. Die „Vikings“ sind die Football-Mannschaft der Schule. Viele Amerikaner lieben American Football. Ziel ist es, den Ball in die Zone des Gegners zu tragen oder ihn zwischen die Torstangen zu schießen. Dabei gibt es jede Menge Gerempel.

Etwas später werfen sich die Schüler in der Morgensonne den ovalen Lederball auf dem Sportplatz zu. „Mädchen und Jungen trainieren seit Kurzem zusammen“, erklärt Ryans Trainer. „Oft spielen wir deshalb auch Fußball. Das mögen die Mädchen lieber.“ Ryan mag den Sportunterricht in den USA lieber als in Deutschland. Er lebte nämlich sechs Jahre in Deutschland. Besonders gefällt ihm, dass auch die Lehrer mitspielen. „Dadurch sind wir motivierter“, erklärt er.

Später wandert Ryan wieder durch die Flure. Das macht er ziemlich oft an so einem Schultag. Jedes Unterrichtsfach findet in einem anderen Raum statt. Auf seinem Weg durch die Schule wird der Zwölfjährige ständig gegrüßt. „Die Schüler hier sind offen und kommen auf dich zu“, sagt er. „In Deutschland gab es oft feste Grüppchen und es war etwas schwieriger, neue Leute kennenzulernen“, meint er.

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