Paulas Nachrichten

Fliegen nur mit Sonnenlicht – Abenteurer heben ab

02.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Mann aus der Schweiz möchte mit Freunden etwas schaffen, was noch niemand geschafft hat: Bertrand Piccard will ein Flugzeug um die Welt steuern, das nur mit Energie aus Sonnenlicht fliegt. Dabei wird er tagsüber fliegen – aber auch nachts, wenn gar keine Sonne scheint. Für seinen Traum hat Bertrand Piccard ein ganz besonderes, riesiges Flugzeug gebaut: die Solar Impulse (gesprochen: solar impols).

Im Sommer möchte er damit zum ersten Mal nachts fliegen. In zwei Jahren soll es mit seinem Team um die Erde gehen. Kann das wirklich klappen?

Bertrand Piccards Flugzeug ist so breit wie ein Airbus A340. Mit dem können etwa zehn Schulklassen in den Urlaub düsen. Aber in der Solar Impulse gibt es nur Platz für einen Piloten. Der Flieger ist nur ungefähr so schwer wie ein Auto. Ein richtiger Airbus A340 dagegen wiegt etwa so viel wie 150 Autos. Die Flügel der Solar Impulse sind voll mit winzig kleinen Zellen. Die fangen das Sonnenlicht ein und machen daraus elektrische Energie.

An dem Flugzeug hat Bertrand Piccard sechs Jahre mit vielen Freunden und Kollegen getüftelt. Auf dem Militärflugplatz Dübendorf in der Schweiz hob der Flieger im Dezember des vergangenen Jahres zum ersten Mal ab. Die Weltreise mit dem Super-Flieger soll 20 Tage dauern. Alle drei bis fünf Tage muss der Pilot eine Pause machen, denn der Flug wird sonst zu anstrengend. Bertrand Piccard will sich mit seinem Freund André Borschberg am Steuer abwechseln. Wenn er nach einigen Tagen landet, um sich auszuruhen, steigt Borschberg ein. Er fliegt weiter, bis Bertrand Piccard wieder dran ist. Die Verschnaufpausen werden auch nötig sein. Denn gemütlich ist es in der Solar Impulse nicht. Der Pilot muss die ganze Zeit sitzen. Das Cockpit ist etwa so groß wie eine halbe Duschkabine. Damit Beine und Rücken nicht wehtun, wollen die Abenteurer Piccard und Borschberg Gymnastik machen – so gut es eben geht. Das ist auch wichtig, damit der Blutkreislauf des Körpers in Schwung bleibt.

Auch aufs Klo gehen wird kniffelig. Für den Flug diesen Sommer ist geplant, dass Bertrand Piccard in eine Flasche pinkelt. Bei der Weltreise bleiben die Piloten aber länger an Bord und müssen vielleicht ein großes Geschäft machen. Dafür wird sich das Team noch etwas einfallen lassen: Es soll ja nicht zu doll stinken im Flieger.

Aber das Schwierigste ist wohl, nicht tief einzuschlafen. Egal wie müde der Pilot ist: Das darf er auf gar keinen Fall. Denn was passiert, wenn eine Windbö oder ein anderes Flugzeug kommt? Dann muss der Pilot sofort reagieren!

Die Freunde Piccard und Borschberg haben sich vorgenommen, nur wenige Minuten pro Stunde einzunicken. Damit das Nickerchen aber nicht doch zum Tiefschlaf wird, hat sich das Team etwas ausgedacht: Der Pilot soll eine Jacke tragen, die regelmäßig wackelt und ihn so wieder aufweckt. Am Boden helfen viele Leute mit, damit der Plan klappt. Über Funkgeräte können die Piloten mit ihnen sprechen. Sie sagen Piccard und Borschberg, wie das Wetter werden soll. Und wo sie landen können. Und sie feuern die Abenteurer an, wenn sie mal die Hoffnung verlieren.

Die Solar Impulse HB-SIA Foto: Solar Impulse/Stéphane Gros

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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