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Flaschenpost: Botschaft aus dem Meer

02.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine Flaschenpost kann manchmal Jahre auf dem offenen Meer treiben, bis sie an Land gespült und gefunden wird. Früher wurden sogar massenhaft Formulare per Flaschenpost verschickt, um mehr über die Strömungen im Meer herauszufinden.

Ein Pirat kracht mit seinem Schiff auf eine Klippe und strandet auf einer einsamen Insel. Seine einzige Rettung ist eine Flaschenpost, die er ins Meer wirft. Ob so etwas wirklich mal passiert ist? Das könnte sein, sagt Martina Plettendorff. Sie kennt sich gut mit dem Thema Flaschenpost aus.

Allerdings waren die Aussichten, so Hilfe zu bekommen, eher schlecht. „Wenn überhaupt jemand die Flaschenpost gefunden hat, dann war sie sicher lange unterwegs, und für den Piraten wird es dann zu spät gewesen sein“, sagt die Fachfrau. Tatsächlich kann eine Flaschenpost Jahre über Jahre auf dem Meer treiben, bis sie jemand findet und liest. Dabei kann sie locker Tausende von Kilometern zurückgelegt haben. Aber oft kommt die Flaschenpost auch niemals an, weil sie vorher an einer Klippe zerschellt oder untergeht. Umso größer ist natürlich die Freude, wenn eine Flasche nach Jahren endlich gefunden wird. Rund 600 Flaschenpost-Nachrichten, die gefunden und wieder zurückgeschickt wurden, lagern bei Martina Plettendorff im Bundesamt für Seeschifffahrt in Hamburg. Es sind besondere Flaschenpost-Briefe – mit ihrer Hilfe sollte die Seefahrt vor rund 150 Jahren sicherer gemacht werden. Wie das?

Die Idee zu dem Flaschenpost-Experiment hatte ein Mann mit dem Namen Georg von Neumayer. Er lebte vor weit mehr als 100 Jahren. Der Forscher gab über Jahrzehnte Schiffskapitänen Flaschen mit Formularen mit. Diese sollten sie mit Datum versehen und an einer bestimmten Stelle über Bord werfen. Auf der Flaschenpost stand, dass auch der Finder aufschreiben sollte, wo und wann er die Flasche gefunden hatte. Und dass er den Zettel zurückschicken soll. Mit Hilfe der Antworten konnte Neumayer berechnen, wie lange die Flasche unterwegs gewesen war. Und er untersuchte, mit welchen Strömungen die Post an ihr Ziel gekommen war. Mit diesen Infos wurden dann Karten gezeichnet. Sie sollten den Kapitänen helfen, sich auf offener See besser zu orientieren. Damit konnten die Seeleute ihre Schiffe besser durch die Meeresströme steuern – und möglichst verhindern, dass sie von der Strömung auf eine Sandbank oder Klippe getrieben wurden.

Rund 600 Flaschenpost-Nachrichten, die gefunden und wieder zurückgeschickt wurden, lagern im Bundesamt für Seeschifffahrt in Hamburg. Es sind besondere Flaschenpost-Briefe – mit ihrer Hilfe sollte die Seefahrt vor rund 150 Jahren sicherer gemacht werden. Foto: BSH-Bibliothek Hamburg

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